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Lokalsport
KFC Uerdingen gewinnt Heimspiel vor der Saison-Minuskulisse

Oberliga. Fußball: Nur 918 Zuschauer wollten den 3:1-Sieg gegen den SV Hönnepel-Niedermörmter sehen. Fahrian mit einem Treffer und zwei Vorlagen der Mann des Tages. Stürmer Phillip Goris verpflichtet. Von Heinrich Löhr

Offiziell 918, gefühlt deutlich weniger Zuschauer wollten am gestrigen Nachmittag die sportlich bedeutungslose Partie des KFC Uerdingen gegen den SV Hönnepel-Niedermörmter noch sehen. Am Ende freuten sie sich über einen 3:1 (2:0)-Erfolg, der den zweiten Tabellenplatz festigt. Anders als teilweise erwartet war unter den Zuschauern nicht der am Freitag verpflichtete neue Trainer André Pawlak. "Er beobachtet in einer parallelen Partie zwei Spieler, die für uns interessant sind", sagte Geschäftsstellenleiter Nicolas Weinhart. Nach RP-Informationen hat der KFC bereits Stürmer Phillip Goris vom 1. FC Bocholt verpflichtet, der gestern in Fischeln den Treffer seines Teams erzielte.

Während auf der Uerdinger Auswechselbank mit Marvin Matten, Denis Jovanovic und Julian Gutkowski gleich drei A-Jugendliche Platz nahmen, gab es in herzliches Wiedersehen mit Gästetorwart Tim Weichelt, der beim Uerdinger Aufstieg 2011 in die NRW-Liga noch das blau-rote Trikot getragen hatte. Für die Führung der Gastgeber sorgte nach einer Viertelstunde einmal mehr die Uerdinger Torgarantie der vergangenen Wochen, Danny Rankl. Per Kopf war der Winterneuzugang zum 1:0 (15.) erfolgreich. Vorausgegangen war eine Freistoßflanke Fabio Fahrians, der diesmal als rechter Außenverteidiger aufgeboten war. Eine Doublette des 1:0 war das 2:0 in der 32. Minute - nur dass diesmal eine Ecke von Fahrian dem Kopfball Rankls vorausging. Diese beiden Tore, die Rankl mit jetzt zehn Treffern Starstürmer Mo Idrissou als treffsichersten Uerdinger Spieler überholen ließen, trösteten ein wenig darüber hinweg, dass das Uerdinger Spiel ansonsten von einer Vielzahl von Fehlpässen und leichten Ballverlusten gekennzeichnet war. "Wir haben heute sicherlich nicht überragend gespielt, aber Herz gezeigt", bilanzierte denn auch Uerdingens Trainer Jörn Großkopf.

Die zweiten 45 Minuten begannen mit einer Schrecksekunde. Bei einer Rettungstat gegen den kurz zuvor eingewechselten Jonas Rölver verdrehte sich Torwart Ahmet Taner so unglücklich das Knie, dass er mit der Trage vom Platz getragen werden musste (56.). Für ihn kam Daniel Schwabke. Machtlos war der, als in der 61. Minute bei einem Konter Rölver alleine auf ihn zulief und flach den Treffer zum 2:1 Anschluss erzielte. Für die endgültige Entscheidung sorgte fünf Minuten vor dem Abpfiff Vorlagengeber Fahrian, als er sich rechts schön durch setzte und beinahe von der Grundlinie aus ganz spitzem Winkel zum 3:1 traf. "Das ist doch eigentlich unmöglich, von da zu treffen", ereiferte sich Hö-Nies Kulttrainer Georg "Schorsch" Mewes. Fahrian, Enkel des gleichnamigen WM-Torwarts von 1962 Wolfgang, aber freute sich über sein erstes Ligator im Uerdinger Trikot und durfte sich als zweifacher Vorbereiter und Torschütze zu Recht als Spieler des Tages fühlen.

Quelle: RP
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