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Lokalsport
KFC Uerdingen will die Niederlage in Bocholt vergessen machen

Oberliga. Fußball: Bei einer erneuten Niederlage im morgigen Heimspiel gegen die U23 des MSV Duisburg könnte auch der Trainer in Frage gestellt werden. Von Oliver Schaulandt

Als Michael Boris im vergangenen Sommer als neuer Trainer des KFC Uerdingen vorgestellt wurde, da hatte er sich mit den markigen Worten eingeführt: "Wenn wir Zweiter werden, ist das Saisonziel verfehlt." Ohne Frage: Alles andere als der Aufstieg zählt in diesem Jahr auch nicht beim KFC. Das bedeutet aber auch: Verlieren ist eigentlich verboten. Nun sind inzwischen neun Spiele ausgetragen, und bereits zwei Niederlagen stehen auf dem Konto der Uerdinger - zum Vergleich: In der Aufstiegssaison in die Regionalliga unter Trainer Eric van der Luer hatte der KFC in der gesamten Saison nur zwei Mal verloren - und eine Niederlage war sicherlich noch den alkoholbedingten Nachwehen von der Aufstiegsfeier geschuldet.

Nun liegen die Uerdinger freilich vor der morgigen Partie daheim gegen die U23 des MSV Duisburg als Tabellendritter völlig im grünen Bereich, haben sie doch nur drei Zähler Rückstand auf Spitzenreiter Wuppertal. Aber: Bei einer erneuten Niederlage jetzt und dem Spiel gegen den derzeitigen Tabellenzweiten TSV Meerbusch vor der Brust - auch das muss erst einmal gewonnen werden - könnte es da schon allmählich eng werden, der Rückstand auf die Spitze könnte schon ordentlich anwachsen. Und erschwerend kommt in dieser Spielzeit hinzu, dass mit dem Wuppertaler SV es mindestens einen Club in der Liga gibt, der ebenso mit aller Macht aufsteigen will wie der KFC - das war in der Aufstiegssaison in die Regionalliga seinerzeit nicht der Fall.

Und es gibt noch einen Unterschied: Richtig überzeugt haben die Uerdingen im Vergleich zu damals bislang noch nicht. Natürlich gab es Siege, doch so erdrückend und dominant wie seinerzeit sind die Uerdinger bislang noch nicht gewesen. Von daher ist ein Sieg auch dahingehend wichtig, dass nicht wieder Unruhe hinter den Kulissen aufkommt - zum Beispiel durch eine mögliche Trainerdiskussion, die bei einer erneuten Niederlage durchaus aufkeimen könnte. Der Beginn einer Siegesserie, die am besten am Mittwoch gegen Meerbusch fortgesetzt wird, würde diese Diskussionen gar nicht erst aufkommen lassen - zumindest erst einmal.

Quelle: RP
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