| 00.00 Uhr

Lokalsport
Lisa Schmidla zurück in der Goldspur

Weltcup. Rudern: Beim letzten World-Cup-Rennen im polnischen Poznan vor den Olympischen Spielen in Rio hat Lisa Schmidla erneut gewonnen. Mit dem neuformierten Doppelvierer zählt sie nun endgültig zu den Goldhoffnungen. Von Sabine Tschäge und Oliver Schaulandt

Lisa Schmidla hat ihre Ambitionen auf eine Medaille bei den Olympischen Spielen eindrucksvoll unterstrichen. Der neu formierte Doppelvierer der Frauen, dem die Krefelderin aus Schlagfrau angehört, hat beim Weltcup in Polen einmal mehr eine herausragende Darbietung geboten, den Sieg eingefahren und somit bei der Generalprobe für Rio noch einmal ein klares Ausrufezeichen gesetzt,

Starker böiger Schiebewind in Poznan/Polen, gute und sehr schnelle Ruderbedingungen, bei denen die Felder meistens dicht beieinander bleiben, prägten die Weltcup. E Nicht alle sieben qualifizierten Boote für Olympia waren in Poznan am Start. Die USA, China und die Olympiasiegerinnen aus der Ukraine blieben dem World-Cup fern. Für die DRV-Crew, der die Krefelderin angehört, Australien, Polen und Niederlande gab es daher keinen Vorlauf, nur ein Bahnverteilungsrennen. Bereits das Bahnverteilungsrennen hatten Lisa Schmidla, Annekatrin Thiele/Leipzig, Carina Bär/Heilbronn und die neu hinzu gekommene Julia Lier/Halle knapp vor Polen für sich entschieden.

Das Finale gingen die Frauen entschieden an und ruderten schnell einen klaren Vorsprung vor Polen heraus. Im Endspurt mussten sie sich jedoch Australien und den Niederlanden erwehren. Der Vorsprung betrug 0,32 Sekunden, dies entspricht einem halben Luftkasten vom Boot Vorsprung. Die zuletzt, beim Weltcup in Luzern, dominierenden Polinnen wurden lediglich Vierte, anscheinend hatten sie sich mit dem Anfangstempo übernommen."Wir hatten hart zu kämpfen, die letzten 700 Meter taten richtig weh", erzählte Lisa Schmidla. "Wir wussten, dass die Gegnerinnen stark sind und hatten besonders die Niederländerinnen im Blick. Das Niveau ist insgesamt gestiegen, und wir haben unsere kämpferischen Qualitäten gezeigt."

Das noch nicht alles rund läuft im Deutschen Boot war zu erwarten, auch wenn Cheftrainer Marcus Schwarzrock sagte: "Etwas mehr Abstand hätte ich mir schon vorgestellt." Dennoch war sein Schachzug, die Umbesetzung, Lier in den Vierer zu holen, richtig. Jetzt müssen die Frauen in den Trainingslagern in den nächsten Wochen weiter zusammen finden. "Ich fühle mich mit Julia (Lier) hinter mir sehr wohl, bis 1500 Meter konnte ich gut den Rhythmus durch bringen, im Endspurt klemmt es noch, aber bei den wenigen Kilometern zusammen nicht verwunderlich. Wir haben im Trainingslager noch viel zu erarbeiten, das wird uns fordern und weiter voran bringen", sagte Schmidla, die sich am Telefon sehr zuversichtlich äußerte und sich darauf freut um 18 Uhr im Flieger Richtung Heimat sitzen zu können. Von dort aus ist ein kurzer Zwischenstopp in der Heimat, und dann geht es dann bald wieder in die Trainingslager los, denn dann gibt es bis August nur noch ein einziges Ziel für den Deutschen Frauendoppelvierer - die Olympischen Spiele in Rio.

Quelle: RP
Diskussion
Ihre Meinung zum Thema ist gefragt

Schreiben Sie jetzt Ihre Meinung zu:

Lokalsport: Lisa Schmidla zurück in der Goldspur


Beachten Sie dabei bitte unsere Regeln für Leserkommentare.