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Lokalsport
Marco Lufen surft unter die Top 20 der Welt

Kempen. Der Tönisvorster Windsurfer erreichte in diesem Jahr seine bislang besten Platzierungen in der Weltrangliste.

Marco Lufen ist der beste Beweis dafür, dass man nicht unbedingt am Meer leben muss, um ein erfolgreicher Windsurfer zu werden. Wie die meisten seiner Kollegen hat der gebürtige Krefelder, der in St. Tönis wohnt, schon früh seine Faszination für Wind und Wasser entdeckt. Mit acht Jahren stand er zum ersten Mal auf dem Brett und ist seitdem mit dem Windsurf-Virus infiziert - spätestens, nachdem er auf der Düsseldorfer Boot einAutogramm aufs Segel von Surferlegenenden Robby Naish erhalten hatte. Zahlreiche Wochenenden verbrachte er mit seiner Familie an der nicht allzu fernen niederländischen Küste, im Urlaub ging es dann an die verschiedensten Strände Europas. Seit 2013 surft der 23-Jährige die PWA Weltmeisterschaftstour in der Freestyle Disziplin mit. Die Freestyle Disziplin zeichnet sich durch spektakuläre und hohe Sprünge auf flachem Wasser aus. Fünf Schiedsrichter bewerten die jeweilige Leistung der Sportler, die in einem K.o-System direkt gegeneinander antreten. Nur der Surfer mit den am besten ausgeführten Tricks kommt weiter. So wird in einer Hin- und Rückrunde der Sieger des Wettbewerbs ermittelt.

Wie er vom Tönisvorster Hobbysurfer zum Weltcup-Surfer wurde? "Als ich mein Abitur hatte, habe ich gearbeitet und Geld auf die Seite gelegt. Und dann habe ich mir ein Jahr Zeit gegeben und überall auf der Welt trainiert. In Brasilien, Australien, Südafrika und den Niederländischen Antillen. Und ich habe die Locations, an denen Worldcups ausgetragen werden, besucht. Irgendwann durfte ich dann starten", erzählt Marco Lufen.

Im Gegensatz zu den anderen Top-Fahrern konzentriert er sich aber nicht ausschließlich auf den Sport, sondern studiert International Business Administration. Im kommenden Juni strebt er seinen Masters-Abschluss an. Sportlich schaffte er in diesem Jahr zwischenzeitlich mal den Sprung auf den 17. Platz in der Weltrangliste, die Saison beendete er auf dem 21. Platz - sein bislang bestes Ergebnis im Ranking. Das möchte er im kommenden Jahr nun halten und sich noch weiter unter den besten 20 Fahrern der Welt nach vorne arbeiten.

(oli)
 
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