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Mit Kristian Schneider
"Nach einer Bedenkzeit habe ich zugesagt"

Mit Kristian Schneider: "Nach einer Bedenkzeit habe ich zugesagt"
Als neuer Kreisvorsitzender sucht Kristian Schneider (2. v.r. ) auch den Dialog mit den aktiven Spielern aus dem tischtenniskreis Krefeld. FOTO: Samla
Kempen. Tischtennis: Der 57-jährige Spieler von TTF Rhenania Königshof ist der neue Vorsitzender des Tischtenniskreises Krefeld.

Herr Schneider, auf dem diesjährigen Kreistag wurden Sie als Nachfolger des leider verstorbenen, langjährigen Vorsitzenden Roman Dahm gewählt. Wie ist es genau dazu gekommen?

Schneider Es wurde seit Monaten nach einem Nachfolger für Roman Dahm gesucht, aber es bot sich niemand an. Vielleicht hat das auch damit zu tun, dass kaum bekannt ist, welche Aufgaben der Kreisvorsitzende hat, und er in der Tischtennis-Öffentlichkeit auch nur einmal im Jahr präsent ist - auf der Kreisversammlung. Der langjährige Spielleiter des Kreises Michael Schieß sprach schließlich mich an. Nach kurzer Bedenkzeit habe ich zugesagt.

Inwiefern wollen Sie sich mit neuen Ideen als Kreisvorsitzender einbringen?

schneider Ich muss sagen, dass ich unvorbereitet in das Amt kam und noch nicht über neue Ideen verfüge. Ich kann aber schon sicher sagen, dass mir an einer reibungslosen Verwaltung der Kreisangelegenheiten und einem konstruktiven Miteinander der Vereine und Funktionäre gelegen ist. Gemeinsam möchten wir nach Wegen suchen, die Sportart vor allem für die Jugendlichen wieder interessanter zu machen. Vielleicht hilft dabei das Stützpunkttraining, das der Kreis jüngst noch einmal intensiviert hat.

Auf dem Kreistag wurden unter anderem Anträge zur Umgestaltung des Spielbetriebs in den unteren Klassen diskutiert. Die Versammlung entschied sich mit großer Mehrheit dagegen. Was genau sollte geändert werden?

Schneider Es ging um die untersten Ligen, die 2. und 3. Kreisklasse. Der Kreis hat bisher in der 3. Kreisklasse sehr gute Erfahrungen gemacht, den Vereinen Ligen mit Vierer- und mit Sechsermannschaften anzubieten. Dies sollte nun auch in der 2. Kreisklasse zugelassen werden oder alternativ in der 3. Kreisklasse nur noch mit Vierermannschaften zu spielen. Leider löst es nicht das eigentliche Problem, nämlich dass die Zahl der Tischtennisspieler rückläufig ist und die Verbleibenden außerdem Tischtennis meist nicht mehr so priorisieren. Dadurch fehlen an allen Ecken Teilnehmer.

Ein Blick auf die Statistik der letzten fünf Jahre zeigt, dass der Kreis Krefeld mit sechs gemeldeten Mannschaften pro Verein zum Vergleich mit dem Verbandsdurchschnitt sogar etwas drüber liegt. Wie erklären Sie sich, dass Tischtennis in Krefeld so eine Stabilität hat, trotz zunehmender Konkurrenz anderer Sportarten?

Schneider Darüber kann ich nur spekulieren. Ich glaube auch, dass die Gründe nicht bei allen Vereinen die gleichen sind. Vielleicht hilft es, dass Tischtennis hier gut verankert ist und auch in den Lokalmedien durchaus seinen Platz hat. Erfahrungsgemäß kommen beim Tischtennis Neuanmeldungen immer durch Mundpropaganda zustande.

Stichwort Hallenproblematik. Mehrer Vereine mussten ihre Halle als Flüchtlingsunterkünfte abgeben. Wie können sie als Kreisvorsitzender und gleichzeitig ja auch als Fachschaftsleiter Tischtennis im Stadtsportbund Krefeld für eine Besserung bewirken?

Schneider Für die Vereine und ihre Spieler ist das natürlich ein schwerer Schlag, die sportliche "Heimat" zu verlieren. Trotzdem weiß ich nicht, ob die beschriebene Entwicklung wirklich negativ ist. Es zeigt ja immerhin, dass die Stadt Krefeld Auswege findet, wenn Sporthallen nicht mehr benutzbar sind. Nicht zuletzt sind die Hallen an der Sollbrüggenstraße (TSV Bockum) und an der Lewerentzstraße (Preußen Krefeld) nagelneu und für Tischtennis eigentlich besonders schön.

Quelle: RP
 
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