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Lokalsport
Nimczyk gelingt in Berlin ein Familien-Triumph

Kempen. Trabrennen: Der Deutsche Meister aus Schiefbahn überraschte beim Breeders-Crown mit dem Pferd seines Onkels.

Das war für Michael Nimczyk wohl die emotionalste Siegerehrung seiner Karriere. Denn der Deutsche Meister aus Schiefbahn gewann am Sonntag beim traditionellen Breeders-Crown auf der Bahn von Berlin- Mariendorf mit dem für die Farben seines Onkels Hans Brocker laufenden "Ginger Heldia" das mit insgesamt 46.339 Euro dotierte achte Rennen des Tages für vierjährige Hengste und Wallache. "Ich kann gar nicht beschreiben, wie sehr sich meine Familie über diesen Erfolg freut. Ginger Heldia war lange Zeit schwer krank und hätte beinahe nicht überlebt - und nun steht er hier als großartiger Sieger eines bedeutenden Rennens. Ich kann es kaum fassen", sagte der Goldhelm nach dem Rennen, als ihm genau wie seine anwesenden Familienmitglieder ein paar Freudentränen über die Wangen kullerten. Im Schlussbogen hatte Nimczyk auf der Außenseite zu einem furiosen Spurt angesetzt und war von der Konkurrenz nicht mehr aufzuhalten. "Ginger Heldia" lief zudem über die 1900-Meter-Distanz noch eine neue persönliche Bestzeit. Die Wettquote von 240:10 beweist, dass dem Duo von Niederrhein bei diesem dreitägigen Festival des Trabrennsports eine Überraschung gelang.

Beim Kampf um die "Krone der Züchter" - so die deutsche Übersetzung des englischen Begriffs Breeders Crown - hatte Michael Nimczyk am Freitag das Meeting gleich mit einem Sieg eröffnet. Am Samstag kamen ein weiterer Sieg, sowie ein zweiter und drei dritte Plätze dazu. Am Schlusstag fuhr er neben dem großen Familien-Erfolg noch ein weiteres Mal als Sieger ins Ziel und belegte dazu zweimal Platz drei. Bereits im Vorjahr war der Schiefbahner, der jetzt mit 120 Siegen das deutsche Championat der Berufsfahrer anführt und vor einer erneuten Titelverteidigung steht, sehr erfolgreich vom Breeders-Crown zurückgekehrt.

Auch der Krefelder Roland Hülskath vertrat in diesem Jahr an der Spree die niederrheinischen Traberfarben sehr gut. Mit seiner Stute "Indira Bo", mit der er das deutsche Stuten-Derby gewann, belegte er Sonntag in einem der Hauptrennen Platz zwei. Samstag hatte er bereits drei kleinere Rennen gewonnen.

(hgs)
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