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Lokalsport
Nimczyk kehrt stocksauer aus Paris zurück

Trabrennen. Es fehlten nur noch knapp 200-Meter am vierten Sieg von Michael Nimczyk mit seinem Paradepferd "King of the World" bei einem hoch dotierten Rennen auf der Bahn von Paris-Vincennes. Der "Prix de Tolosa", bei dem es 56 000 Euro zu gewinnen gab, wurde für den Deutschen Meister aus Schiefbahn nach einer grandiosen Vorstellung zu einem Horrortrip. Statt der möglichen 25 000 Euro für den Sieg musste er mit leeren Händen und entsprechend stocksauer die Heimreise antreten.

Selbst die Experten in Frankreich mussten hinterher zugeben, dass es auf der Zielgeraden nicht nach dem Regelwerk zugegangen war. Der Deutsche war zwei Mal mit dem nach außen driftenden Arpent d´Ostal aneinandergeraten. Bei der ersten Berührung der Sulkys konnte Nimczyk seinen Schützling noch im Takt halten, bei der zweiten nicht mehr - von einem Schritt auf den anderen waren alle Träume auf den vierten Volltreffer in Vincennes dahin.

Da war es auch kein schwacher Trost, dass hinterher zwei Fahrer disqualifiziert wurden, darunter auch der Sieger. Der "Goldhelm" vom Niederrhein wurde nicht nur um einen der drei Podestplätze gebracht, sondern auch um einen neuen deutschen Rekord über 2100-Meter. Denn die Uhr wäre bei einem normalen Finish wahrscheinlich bei 1:10,3 Minuten stehengeblieben. Den kann sich mit "Georgina Corner" (1:11,0) nun ein anderes deutsches Pferd auf die Fahne schreiben, das in diesem Rennen durch die drei Disqualifikationen von Rang sieben auf vier vorrückte.

Allerdings sind sich jedenfalls hierzulande alle Experten einig, dass "King of the World" auf den internationalen Bahnen noch reichlich für Furore sorgen wird.

Quelle: RP
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