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Lokalsport
Nimczyk verteidigt den Goldhelm

Trabrennen. Der Schiefbahner bleibt Deutschlands erfolgreichster Berufs-Trabrennfahrer Von H.-G. Schoofs

Auch der letzte Tag des Jahres ist für Michael Nimczyk noch ein Arbeitstag. Morgen sitzt er bei den Trabrennen in Dinslaken im Sulky. Dort trägt das erste Rennen des Tages den Titel "Preis des Dinslakener Bahnchampions Michael Nimczyk". Treffender kann der Veranstalter den Renntag beim deutschen Jahresfinale nicht eröffnen. Denn Deutschlands erfolgreichster Berufs-Trabrennfahrer tritt als alter und neuer Deutscher Meister an. Seinen Goldhelm verteidigte der Schiefbahner erneut als leuchtendes Zeichen des Titelträgers in beeindruckender Manier. Diese Woche fuhr er auf der Bahn in Gelsenkirchen bei seinem 645. Start den 153. Sieg ein und liegt damit weit vor dem zweitplatzierten Thorsten Tietz (100 Siege). Insgesamt fuhr er 2015 für die verschiedenen Pferdebesitzer insgesamt gut 470 000 Euro ein. Zwar konnte Nimczyk seine grandiose Erfolgsmarke von 192 Siegen in 2014 nicht toppen, was aber in erster Linie an den weniger stattgefundenen Rennen lag, doch der 29-Jährige kann erneut auf ein sehr erfolgreiches Jahr zurückblicken. Auch auf internationaler Bühne sorgte er für Schlagzeilen. In Paris-Vincennes gewann er im April mit seinem Paradepferd "King of the world" souverän den mit 50 000 Euro dotierten "Prix de Cephes". Das war bereits sein dritter Erfolg in der französischen Hauptstadt. Gerne erinnert sich Michael Nimczyk an die Derby-Woche "Breeders-Crown" in Berlin zurück. Neben Platz drei im Derby ragte der Sieg mit "Ginger Heldia" im Rennen für vierjährige Hengste und Wallache heraus. Denn dieses Pferd gehört seinem Onkel Hans Brocker. Entsprechend groß war die Freude innerhalb der gesamten Familie nach dem mit insgesamt 46 339 Euro dotierten Rennen.

Das neue Jahr beginnt für Nimczyk am 3. Januar auf seiner Hausbahn in Mönchengladbach. Er ist froh, dass die Zukunft dieser Bahn seit der Jahreshauptversammlung vom 22. Dezember vorerst gesichert ist. Wenn alles nach Plan läuft, wird sich Nimczyk auch 2016 den Goldhelm nicht nehmen lassen und auch sonst an seine erfolgreiche Karriere anknüpfen können. Beim Stutenderby in Berlin dürfte er mit "Newport" zum Favoritenkreis zählen.

Quelle: RP
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