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Lokalsport
Norbert Bermes rast auf Platz zwei am Nürburgring

Lokalsport: Norbert Bermes rast auf Platz zwei am Nürburgring
Der Avia-Aston mit dem Anrather Norbert Bermes am Steuer glänzte mit einem perfekten Qualifying. FOTO: Hardy Elis
Motorsport. Irgendwie wusste Norbert Bermes nach dem dritten Lauf in der VLN-Langstreckenmeisterschaft auf dem Nürburgring nicht, ob er sich nun freuen oder ärgern sollte. Der Anrather pilotierte zwei Aston Martin Vantage V8 GT4 von Mathol racing - oder besser: Er sollte nacheinander zwei Fahrzeuge pilotieren. Da bei dem eigentlich stärkeren Fahrzeug aber ein Elektronikteil den Geist aufgab, kam Bermes doch "nur" zu einem Stint im zweiten Fahrzeug.

Dass der so genannte "Avia-Aston" überhaupt am Start stand, war dem engagierten Teamchef Matthias Holle zu verdanken. Das Auto, mit dem Bermes in diesem Jahr schon die 24-Stunden gewann, war vor zwei Wochen bei einem GT4-Europameisterschaftslauf komplett zerstört worden. Kurzfristig erhielt Holle ein neues Auto, das in Windeseile für den VLN-Einsatz umgebaut werden musste. "Wir kannten das Auto nicht, aber schon die ersten Testfahrten zeigten deutlich, dass es sehr gut liegt", sagte Bermes.

Die ersten Rundenzeiten stimmten optimistisch, und als Teamkollege Wolfgang Weber im Qualifying den achten Gesamtrang eroberte, kannte die Freude kaum Grenzen. "Ich denke, das wird in die Geschichte der VLN eingehen. Mit so einem Auto in die Top 10 im Quali zu fahren, ist eigentlich unmöglich", sagte Bermes. Doch im Rennen kam der Avia-Aston wegen des Elektronikdefekts nur acht Runden weit. "Das ist eine Kleinigkeit", merkte Bermes an, der sich nun auf weitere Rennen mit diesem Auto freut.

Der Einsatz im Stadavita-Aston war kaum weniger erfolgreich. Gemeinsam mit Wolfgang Schuhbauer und Klaus Hahn stand Bermes am Ende verdient auf dem Treppchen. Klassenrang zwei war für den zweiten Wagen nicht unbedingt das erklärte Ziel und somit ein schöner Erfolg. "Ich kann mich heute wirklich nicht beklagen", sagte Bermes dann auch strahlend.

In zwei Wochen hofft der Anrather, wieder einen Erfolg im Avia-Aston feiern zu können. Am 4. Juli geht es mit dem nächsten Lauf in der Langstreckenmeisterschaft weiter.

(MB/oli)
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