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Pinguine: Augsburgspiel ein Gradmesser

Lokalsport: Pinguine: Augsburgspiel ein Gradmesser
Die Fans auf der Nordtribüne sind in der Regel dafür verantwortlich, dass der Funke von den Rängen aufs Eis über springt. Doch zuletzt herrschte in der schwarz-gelben Hölle nicht immer das notwendige Feuer. Die Fans hielten sich mit der Unterstützung zurück. FOTO: Thomas Lammertz
Del. Eishockey: Die Krefelder DEL-Mannschaft braucht am Sonntag im Heimspiel gegen die Panther aus der Fuggerstadt zahlreiche und lautstarke Unterstützung der KEV-Fans. Franz Fritzmeier kürzte seinen Spielern die geplante Freizeit. Von H.-G. Schoofs

Nur in drei von ihren bisher 12 Heimspielen verließen die Pinguine in dieser Saison als Sieger das Eis. Das senkt im König-Palast zwangsläufig das Stimmungsbarometer. Die Unterstützung im Derby gegen die Kölner Haie hielt sich für Krefelder Verhältnisse allerdings ungewöhnlich stark in Grenzen. In der schwarz-gelben Hölle, wie die Nordtribüne genannt wird und die schon so manchem Gegner Furcht und Schrecken einflößte, brennt das Feuer derzeit auf Sparflamme. Und gerade jetzt braucht die Mannschaft mehr Unterstützung von den Rängen denn je. Es geht weniger darum, das Loch in der Kasse der GmbH zu stopfen, sondern darum, den Spielern den Rücken zu stärken. Am Sonntag kommen die Augsburger Panther zur Westparkstraße. Sie werden von 700 Fans begleitet, die mit dem Samba-Zug an den Niederrhein kommen. Da sind die KEV-Fans gefordert. Auch allgemein ist die Zuschauerzahl bei diesem Spiel ein Gradmesser für die zweite Hälfte der DEL-Saison.

Die erste Hälfte der Eiszeit wollen die Pinguine unbedingt mit einem Sieg beenden. "Wir haben in Iserlohn und gegen Köln eine gute Leistung gezeigt. In der Defensive und im Angriff haben wir inzwischen eine gute Struktur, jeder hält sich auch an seine Aufgabe. Als Team sind wir eng zusammen gerückt. Alle Spieler kämpfen gut, einer unterstützt den anderen. Gegen Köln haben wir uns aber selber geschlagen. Der gehaltene Penalty in Iserlohn hat mir noch einen zusätzlichen Push gegeben und die Jungs haben mich auch gut unterstützt. Ich freue mich immer, wenn ich spielen kann und mir der Trainer das Vertrauen gibt. Wir müssen weiter nach vorne schauen und positiv bleiben", sagte Torwart Patrick Klein am Sonntag nach dem Derby.

Morgen in Wolfsburg treffen sie auf wiedererstarkte Grizzlys, die sich in der Tabelle mit fünf Siegen in Folge an die Top-Sechs-Plätze herangekämpft haben. Chancenlos sind die Krefelder aber nicht. Im Oktober feierten sie in der Autostadt einen 4:1-Sieg. Mit welcher Taktik dieses Kunststück wiederholt werden soll, war gestern im Training zu erkennen. Frühes Forechecking und harte Zweikämpfe sollen den offensiven Spielrhythmus der Grizzlys stoppen. Franz Fritzmeier war mit der Arbeit seiner Schützlinge gestern nicht ganz zufrieden. Gegen Ende des Trainings unterbrach er eine Übung, schlug mit seinem Schläger kräftig aufs Eis und schimpfte wie ein Rohrspatz. Ob sich die nach dem Kölnspiel angekündigten Konsequenzen des Trainers auch in der Aufstellung widerspiegeln werden, war gestern noch nicht zu erkennen. Als erste Konsequenz hatte er die Freizeit seiner Spieler reduziert. Neben dem freien Montag sollte zusätzlich auch Dienstagvormittag nicht trainiert werden. Letzteres wurde wieder gestrichen. Trotzdem gab es für die Spieler an diesem Tag noch etwas zu lachen. Nach dem Eistraining wurde in der Kabine gewichtelt. Große Erheiterung rief das Geschenk für Andi Driendl hervor, der als Anspielung für seine Strafen einen Schläger mit zwei Haken an der Spitze bekam.

Quelle: RP
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