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Pinguine: Eine Pause der Entscheidungen

Lokalsport: Pinguine: Eine Pause der Entscheidungen
Krefelds norwegischer Stürmer Mathias Trettenes (Nr. 8), der gegen Straubing den Treffer zum 2:0 erzielte, wurde zu den Länderspielen Norwegens beim Turnier in Österreich eingeladen. FOTO: T.L.
Del. Eishockey: Während sich die sportliche Leitung Gedanken um die letzte Ausländerlizenz machen will, geht es morgen Abend bei der Gesellschafterversammlung um die Zukunft des DEL-Standortes. Von H.-G. Schoofs und Josef Hermanns

Selten sehnten Trainer und Spieler der Pinguine die Deutschland-Cup-Pause so sehr herbei wie in dieser Saison. Der Akku war bei den meisten Akteuren am späten Sonntagabend nach dem Sieg gegen die Straubing Tigers ziemlich leer. Entsprechend groß war die Erleichterung, dass die drei wichtigen Punkte an der Westparkstraße geblieben waren. Diesmal präsentierte sich das Team nicht als Aufbaugegner für den Tabellenletzten. Die Schussstatistik (35:30) zeigt allerdings, dass es durchaus auch enger hätte zugehen können und wie wertvoll die sehr gute Leistung von Torwart Patrick Klein war.

Nach 19 Spielen stehen genau wie vor einem Jahr 22 Zähler zu Buche. Das ist zweifelsohne ein statistischer Fingerzeig für die Bilanz nach der Hauptrunde. Doch vor einem Jahre wurde die Mannschaft bis zum jetzigen Zeitpunkt nicht von einem so großen Verletzungspech verfolgt. Und zudem waren auch die Leistungen insgesamt nicht so gut. Wenn sich das Lazarett bis zum Auswärtsspiel in Köln wieder lichten sollte und die Mannschaft weiter eine so positive Einstellung aufs Eis bringt, dann können die Fans bis zum letzten Spieltag auf die Play-off-Teilnahme hoffen.

Die Spieler dürfen jetzt vier freie Tage genießen. "Ich werde ein paar Tage in die Schweiz fliegen, um meine Familie und ein paar Freunde zu besuchen", sagte Martin Ness nach dem Spiel. Der Schweizer mit deutschem Pass war mit seinem zweiten Saisontreffer am 4:0-Sieg beteiligt: "Ich denke, in der Reihe mit Christoph und Addi hat es ganz gut geklappt. Für mich war es kein Problem, nach der Verletzung vom "Schimmi" in diese Reihe zu wechseln, wir haben ja auch schon häufiger so trainiert". Zufrieden mit seinem Comeback war Dragan Umicevic: "Ich bin nach meiner Verletzung noch nicht bei 100 Prozent. Aber es war ok. Wir haben ja noch einige Jungs, die es schwerer erwischt hat, ich wollte auch deshalb unbedingt dem Team helfen. Durch die neuen Kollegen im Team haben wir auch an Qualität gewonnen. Gegen Straubing haben wir solide gespielt. Der Sieg geht auch in der Höhe in Ordnung. Ich fliege mit meiner Familie für drei Tage nach Schweden. Donnerstag wollen wir wieder zurück sein, weil dann St. Martin für meine Kinder hier im Kindergarten ist."

Trainer Rick Adduono hatte am Sonntagabend noch keine Pläne für die Freizeit geschmiedet: "Mal sehen, vielleicht fahre ich mit meiner Frau noch weg. Aber zu Hause gibt es auch noch viel zu tun." Schließlich will der Coach gemeinsam mit seinem Assistenten Marian Bazany und Sportdirektor Matthias Roos weiter überlegen oder gar entscheiden, ob man bis zum nächsten Spiel morgen in einer Woche in Köln die letzte Ausländerlizenz für einen Offensiv-Verteidiger vergeben oder für den Notfall aufbewahren soll. Letzteres befürwortet der Sportdirektor, der den Markt auch nach deutschen Spielern sondiert. Vielleicht ist ein Kanadier mit deutschem Pass zu haben.

Roos ist diese Woche auch in seiner Funktion als Geschäftsführer gefordert. Denn morgen Abend wird er bei der Gesellschafterversammlung den Verantwortlichen Rede und Antwort stehen. Neben den sportlichen Themen geht es auch um die Zukunft des DEL-Standortes Krefeld. Spieler und Fans warten sehnsüchtig auf ein deutliches Signal, ob die Pinguine auch in der Jubiläums-Spielzeit (25) 2018/19 weiter als Gründungsmitglied der DEL angehört. Schließlich werden bei den Klubs in der Pause die ersten personellen Weichen gestellt. An Jordan Caron sollen bereits andere DEL-Teams interessiert sein.

Quelle: RP
 
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