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Lokalsport
Pinguine gewinnen Krimi gegen Freezers

Del. Eishockey: Die Krefelder verspielten im Heimspiel zweimal eine Zweitoreführung, feierten am Ende aber noch einen verdienten 6:5-Erfolg nach Verlängerung. Nur 3774 Zuschauer sahen ein packendes Match. Morgen bei der DEG zu Gast Von H.-G. Schoofs

Dank einer tollen kämpferischen Leistung sicherten sich die Pinguine gestern Abend im König-Palast gegen die Hamburg Freezers mit einem 6:5-Erfolg nach Verlängerung die ersten beiden Punkte auf eigenem Eis. In einem packenden Match spielten sich die Schwarz-Gelben mit viel Leidenschaft und Einsatzwillen in die Herzen der KEV-Fans, die ihre Mannschaft großartig unterstützten. Mit diesem Sieg können die Krefelder morgen selbstbewusst zum Derby nach Düsseldorf fahren.

Nach der 3:8-Pleite gegen Straubing trauten viele KEV-Fans den Pinguinen im Duell mit dem Meisterschafts-Mitfavoriten wohl nicht viel zu. Denn die Ränge waren für ein Freitagsspiel erschreckend leer. Während die Schwarz-Gelben auf ein Quartett verzichten mussten, waren die Gäste gleich ohne ein Quintett angereist. Die Pinguine erweckten vom Auftaktbully weg den Eindruck, dass sie die höchste Saison-Auftaktniederlage ihrer DEL-Geschichte schnell vergessen machen wollten. Die Augen der Krefelder Fans richteten sich natürlich auf Marcel Müller, der sich in der zweiten Minute nach der vergebenen Führung von Dupuis Verteidiger Kyle Sonnenburg an der Bande zur Brust nahm. Damit war Christian Kretschmann gar nicht einverstanden, der ausgerechnet seinen Kumpel Müller attackierte. Beide hatten unter der Woche im Internet Fußball gegeneinander gespielt. Dabei gewann Müller. Von dem war dann nicht mehr viel zu sehen.

Die Pinguine bestimmten das Geschehen und gingen in Überzahl durch Andi Driendl in Führung. Der kurvte um das Hamburger Tor, zielte aus spitzem Winkel gegen den Schoner von Torwart Caron. Von dort prallte der Puck ins Tor. In der 12. Minute verhinderte Torwart Patrick Klein gegen Krämmer den Ausgleich. Machtlos war er zwei Minuten später, als Dupuis bei einer Zwei-Gegen-Eins-Situation unhaltbar einschoss. Auch im zweiten Drittel hatten die Hamburger den ersten Treffer auf dem Schläger. Diesmal zielte Flaake aus kurzer Distanz am Tor vorbei. Besser machte es Norman Hauner. Er tankte sich vor das Tor der Freezers und traf mit einem schönen Schuss ins kurze obere Eck. Die Schwarz-Gelben machen weiter Druck. Nach einem Lattentreffer von Steve Hanusch staubte Martin Schymainski eiskalt zum 3:1 ab. Noch in derselben Minute staubten auch die Gäste durch Krämmer zum Anschlusstreffer ab. Und als sich Verteidiger David Fischer eine unnötige Strafe abholte, traf Oppenheimer zum Ausgleich. "Wir haben noch was im Köcher", sagte Schymainski auf dem Weg in die zweite Pause. Leider vergab Jeff Szwez kurz nach Wiederbeginn nach Zuspiel von Mike Collins die erneute Führung. Die Pinguine blieben am Drücker. Die Fans spürten, dass ihre Mannschaft unbedingt den Sieg wollte und unterstützten die Schwarz-Gelben großartig. Der verdiente Lohn war ein fulminanter Doppelschlag. Erst setzte Hauner den Puck mit einem verdeckten Drehschuss in die Maschen. Und nur 63 Sekunden später staubte Yared Hagos im Liegen zum 5:3 ab. Da stand die Halle Kopf. Den Freezers gefiel das überhaupt nicht. Wie aufgedreht drängten sie ins Krefelder Drittel. Glück hatte Klein, als Dupuis den Pfosten traf. Keine Abwehrchance hatte er gegen den schönen Anschlusstreffer von Flaake. Sechs Minuten vor dem Ende stand der Pfosten erneut Klein zur Seite. Bei einer Überzahl konnten die Pinguine wieder etwas durchatmen und für die Vorentscheidung sorgen. Die vergab aber Szwez. So musste noch um den Sieg gezittert werden. Denn Hagos kassierte eine Strafe. Das nutzten die Freezers einskalt zum Ausgleich. In der Verlängerung kassierten die Gäste eine Bankstrafe, die Müller absaß. 33 Sekunden vor Schluss fälschte Driendl einen Schlagschuss von Fischer zum vielumjubelten Siegtreffer ab.

Quelle: RP
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