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Lokalsport
Pinguine schlagen sich am Ende selber

Del. Eishockey: Nach einer erfolgreichen Aufholjagd zum 3:3-Ausgleich kassierten die Krefelder im Heimspiel gegen die Kölner Haie Sekunden vor dem Ende eine Bankstrafe und mussten sich vor 6035 Zuschauern mit 3:4 geschlagen geben. Von H.-G. Schoofs

Auch der Nikolaus bescherte den Pinguinen gestern nicht das Ende ihrer Negativserie von nun schon sechs Niederlagen in Folge. In einem spannenden, aber Niveau armen Derby unterlagen die Krefelder den Kölner Haien mit 3:4. Damit beträgt der Rückstand auf den letzten Pre-Play-off-Platz schon xx Punkte. Dabei beendeten die Hausherren dank der Verpflichtung des kanadischen Stürmers Mark Hurtubise, der bei seinem Debüt im schwarz-gelben Trikot mit zwei Treffern einen Einstand nach Maß feierte, ihre Ladehemmung und bewiesen nach dem 1:3-Rückstand eine tolle Moral. Doch mit individuellen Fehlern, wie besonders in der Schlussphase mit zwei Bankstrafen, brachte sich das Team von Trainer Franz Fritzmeier mit einem sehr guten Patrick Klein im Tor selber um den verdienten Lohn.

Obwohl die Pinguine ohne Punkt aus Iserlohn und mit dem am Knie verletzten Tomas Duba zurückgekehrt waren, herrschte am Samstag beim Training keine gedrückte Stimmung. Denn die Leistung am Seilersee weckte Hoffnung auf einen Sieg gegen die Haie. Mit Neuzugang Mark Hurtubise stand ein weiterer Hoffnungsträger zur Verfügung, der in der Starting-Six auftauchte und sogar zum Auftaktbully antreten durfte. Martin Schymainski kehrte für Mike Collins in die erste Sturmreihe zurück.

Beiden Teams war deutlich die Verunsicherung der jüngsten Niederlagen anzumerken. Bloß keine Fehler machen, lautete das Motto. Es entwickelte sich ein ausgeglichenes, aber nicht gerade sehenswertes Match. Den Unterschied machten die Specialteams aus. Die Haie erzielten bei ihrer zweiten Überzahl die Führung. Die Krefelder antworteten mit dem von Trainer Franz Fritzmeier geforderten dreckigen Tor durch Robin Weihager (17.). Doch die Kölner schauten sich die Szene auf dem Stadionwürfel an und forderten den Videobeweis. Und tatsächlich erkannten die Hauptschiedsrichter den Treffer wegen Torraumabseits nicht an. Kurz vor Drittelende kassierte Hurtubise seine erste Strafe für die Pinguine. Als der Kanadier aufs Eis zurückkehrte, vergab er die größte Einschussmöglichkeit der Pinguine. Er hatte aber Blut geleckt. Denn 42 Sekunden waren im Mitteldrittel gespielt, da schob er den Puck mit der Rückhand durch die Schoner von Torwart Wesslau über die Linie. Das Match war danach ziemlich zerfahren. Die Haie zeigten vor dem gegnerischen Tor ein wenig mehr Biss. So wie in der 33. Minute, als Jones Torwart Klein keine Abwehrchance ließ. Nach diesem Gegentreffer riss bei den Pinguinen kurzfristig der Faden. Klein verhinderte gegen Stephens, Sulzer und Gogulla mit tollen Paraden einen höheren Rückstand.

Weil die Hausherren zu Beginn des Schlussdrittels erneut eine Überzahl nicht nutzen konnten, aber die Gäste zum zweiten Mal mit einem Mann mehr auf dem Eis zuschlugen, rechneten viele im weiten Rund mit der Vorentscheidung. Die Krefelder gaben sich nicht geschlagen, Hurtubise fälschte einen Schlagschuss von Collins unhaltbar ab. Und 125 Sekunden vor dem Ende staubte Daniel Pietta zum Ausgleich ab und beendete damit seine lange Torflaute. So war wenigstens schon mal ein Punkt in Sicht. Den klauten sich die Pinguine dann Sekunden nach dem Treffer durch eine Bankstrafe, die Oliver Mebus verursachte, selber. Die Haie ließen sich die große Siegchance nicht nehmen und machten mit ihrem dritten Überzahltreffer den Nikolaussack mit den drei Punkten zu.

Quelle: RP
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