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Pinguine treffen in Nürnberg zu spät

Lokalsport: Pinguine treffen in Nürnberg zu spät
Martin Schymainski kommt hier zwar zum Schuss, doch der Nürnberger Brett Festerling war gegen das Tor gerutscht und hatte es aus den Angeln gehoben. Der Puck wäre aber auch am Tor vorbei gesegelt. FOTO: ISPFD
Del. Eishockey: Auch wenn sich die Krefelder gestern beim neuen Tabellenführer gut verkauften, unterlagen sie mit 3:5. Trainer Rick Adduono hofft bis zum morgigen Heimspiel gegen die Iserlohn Roosters auf einen neuen Stürmer. Von H.-G. Schoofs und Josef Hermanns Berichten Aus Nürnberg

Aus einem weiteren Punktgewinn in Folge gegen ein Topteam der Liga wurde gestern Abend in Nürnberg nichts für die Pinguine. Obwohl die Krefelder über weite Strecken gut mitspielten, waren die Ice Tigers vor allem in der Defensive zu stark. Erst in der Schlussphase konnten die Schwarz-Gelben das Match nach einem 1:4-Rückstand noch einmal mit zwei Treffern spannend machen, unterlagen am Ende aber mit 3:5. Die Franken eroberten sich mit diesem Erfolg vor 6740 Zuschauern, darunter 120 KEV-Fans, die Tabellenführung zurück. Die Pinguine bleiben trotz der Niederlage weiter im Rennen um Platz zehn. Wenn das beim Jahreswechsel so bleiben soll, muss die Mannschaft morgen im Heimspiel gegen die Iserlohn Roosters eine vorzeitige Silvesterrakete zündet.

In Herzogenaurach vor den Toren Nürnbergs hatten die Pinguine am Mittwochabend ihr Teamhotel bezogen. Gestern ging es dann bei wolkenverhangenem Himmel und Temperaturen knapp über dem Gefrierpunkt zur Arena, wo bissige Ice Tigers auf die Pinguine warteten. "Ich habe den Jungs heute Mittag gesagt, dass wir auch hier punkten können. Wir dürfen keine Strafen ziehen und müssen in der neutralen Zone die entscheidenden Zweikämpfe gewinnen," sagte der Coach am Hotel vor der Abfahrt im Gespräch mit unserer Zeitung. Im Übrigen verriet der Coach bei dieser Gelegenheit, wie sehr er sich doch noch eine Verstärkung wünscht: "Ich habe eine Liste mit Spielern, die uns sicher weiterhelfen werden. Am besten sollte der neue Mann bereits am Samstag gegen Iserlohn dabei sein. Auf die Frage, ob es ein Stürmer oder ein Verteidiger sein soll, sagte Adduono: "Das ist eine Fifty-fifty-Entscheidung, aber unter dem Aspekt des Ausfalls von Jordan Caron würde uns ein Torjäger besser helfen.")

Die Nürnberger legten nach sechs Siegen in Folge los wie die Feuerwehr und gingen früh in Führung. Marcel Müller hatte Torwart Patrick Klein die Sicht versperrt. Die Pinguine steckten den Treffer gut weg. Aber bei zwei Überzahlspielen zeigte sich, warum die Ice Tigers die wenigesten Tore der Liga kassiert haben. Zweimal hatten sie auch Glück, weil Justin Feser den Pfosten traf und Markus Nordlund das leere Tor vor sich hatte, aber den Puck nicht richtig traf.

Auch im zweiten Drittel machten die Gastgeber sofort Dampf und erzielten wieder früh einen Treffer. Als Müller auf der Strafbank saß, dauerte es nur 11 Sekunden, bis sich Klein geschlagen geben musste (24.). Eine Kopie dieses Treffers sahen die Zuschauer, als eine Strafe gegen Joel Keussen gerade abgelaufen war. Erneut zielte Reimer am kurzen Pfosten vorbei in die Maschen (33.). Zwischen beiden Treffern hatten die Pinguine eine gute Angriffsszene. Aber Mathias Trettenes hätte den Puck besser auf Martin Schymainski gespielt, statt auf Martin Ness, für den der Winkel beim Torabschluss zu spitz war. Kurz vor der Pause belohnten sich die Pinguine dann endlich für einen bis dahin guten Auftritt. Justin Feser fälschte im Slot einen Schlagschuss von Patrick Seifert unhaltbar ab.

Auch wenn die Pinguine gute ins letzte Drittel kamen, fiel das erste Tor wieder auf der falschen Seite. Weil Seifert Torschütze Pföderl nicht energisch genug störte, war das 4:1 fällig. Damit war die Vorentscheidung aber noch nicht gefallen. In der 58. Minute machten es Alex Trivellato und Dragan Umicevic innerhalb von nur 43 Sekunden mit ihren Treffern spannend. 58 Sekunden vor dem Ende verließ Klein sein Tor. Als Müllers Schläger bei einem Torschuss zerbrach, starteten die Ice Tigers einen Konter und trafen ins leere Krefelder Gehäuse.

Quelle: RP
 
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