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Lokalsport
Pinguine überraschen bei den Ice Tigers

Del. Eishockey: Die Krefelder machten gestern im Auswärtsspiel in Nürnberg ihrem Gegner mit einer taktisch klugen und konsequenten Defensivleistung das Leben schwer und gewannen verdient mit 3:1. Henrik Eriksson erzielte zwei Treffer. Von H.-G.schoofs und Josef Hermanns Berichten Aus Nürnberg

Die knapp 50 KEV-Fans, die sich gestern trotz Karneval auf den Weg nach Nürnberg gemacht hatten, wurden belohnt. Sie sahen eine sehr gute Auswärtsvorstellung der Pinguine, die mit einem 3:1-Erfolg gekrönt wurde. Das mit so vielen hochkarätigen Akteuren gespickte Team der Ice Tigers fand keine Mittel gegen die glänzende Abwehrarbeit der Krefelder, die mit Patrick Galbraith im Tor auf einen starken Rückhalt bauen konnten..

Bereits am Samstag waren die Pinguine ins Frankenland gereist. Sie schlugen vor den Toren Nürnbergs in Herzogenaurach ihre Zelte auf. Torwart Tomas Duba war zu Hause geblieben, um hier seinen Trainingsrückstand der letzten Wochen aufzuholen. Für ihn kam Patrick Galbraith zum Einsatz, der damit vor seinen kommenden Spielen für Dänemark noch Spielpraxis sammeln konnte. "Die Nürnberger werden gewarnt sein, gerade durch unseren Sieg am Freitag gegen Köln. Sie werden uns nicht auf die leichte Schulter nehmen. Ich erwarte, dass sie mit Volldampf aus der Kabine kommen. Sie haben im Angriff ihre Stärken und dort sehr viele erfahre Spieler. Das heißt, wir müssen hinten gut stehen und vor allem den ersten Ansturm überstehen. Vorne müssen wir unsere Chancen noch besser nutzen als am Freitag. Mit drei Treffern werden wir hier wahrscheinlich nicht gewinnen können", sagte Franz Fritzmeier kurz vor dem Spiel. Der Coach stellte sein Team gegenüber dem Kölnspiel leicht um. Es kam zum erwarteten Ansturm der Tigers, allerdings auch begünstigt durch die frühe Strafzeit für Kyle Sonnenburg. Dabei verhinderte Galbraith mit zwei tollen Paraden einen Treffer. Besser machten es die Pinguine bei ihrer ersten Überzahl. Murley lenkte bei einem Abwehrversuch den Puck genau auf den Schläger von Henrik Eriksson, der aus der Drehung abzog und Torwart Beskorowany mit einem Flachschuss bezwang (8.). Mit der Führung im Rücken machten die Krefelder den Tigers das Leben ziemlich schwer. Sie machten die Räume sehr eng und ließen so kaum Schüsse zu. So war ihre Führung nach 20 Minuten durchaus verdient.

Zu Beginn des Mitteldrittels verpassten die Pinguine bei einer 67 Sekunden dauernden doppelten Überzahl das 2:0. Danach setzten sie ihre konsequente Defensiv-Taktik fort. Bis zur zweiten Pause wurde es nur zweimal gefährlich. Dabei verhinderte Galbraith bei einem Alleingang von Pfleger den Ausgleich. Dann hielten sich die Pinguine bei zwei Unterzahlspielen schadlos. Sieben Minuten waren im Schlussdrittel gespielt, da konnte Galbraith bei schlechter Sicht einen Schlenzer von Pfleger nur abprallen lassen. Segal war zur Stelle und netzte ein. Die Pinguine steckten das prima weg. Nachdem Beskoworany Glück hatte, dass Klubertanz für ihn den Puck nach einem Schuss von Daniel Pietta von der Linie kratzte, sah der Nürnberger Torwart bei Krefelder Überzahl nicht gut aus und ließ bei freier Sicht einen Schuss von Eriksson über die Stockhand ins Tor sausen. In den letzten zehn Minuten stemmten sich die Pinguine mit Macht gegen den Ausgleich und warfen sich reihenweise in die Schüsse. Als der Nürnberger Torwart 103 Sekunden vor dem Ende das Eis verließ, fing Vasiljevs einen Querpass ab und bedient Pietta, der den Puck in den leeren Tiger-Käfig schob. Spätestens da wusste Trainer Fritzmeier, dass seinem Team gegen Nürnberg auch drei Treffer zu einem Erfolg reichen.

Quelle: RP
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