| 00.00 Uhr

Lokalsport
Pinguine verschenken die Punkte

Del. Eishockey: Die Krefelder unterlagen gestern in ihrem letzten Auswärtsspiel des Jahres bei den Augsburger Panther mit 1:2. Nach einer 1:0-Führung enttäuschten die Schwarz-Gelben und gehen nun als Tabellenletzter ins neue Jahr. Von H.-G. Schoofs und J. Hermanns Berichten Aus Augsburg

Für gut 60 KEV-Fans lohnte sich gestern die weite Reise nach Augsburg nur im ersten Drittel. Sie freuten sich trotz eines schwachen DEL-Spiels über eine 1:0-Führung der Pinguine. Doch ab der 21. Minute wurden sie bitter enttäuscht. Ihre Mannschaft ging fahrlässig mit guten Torchancen um und leistete sich in der Defensive eklatante Fehler, die von den Panthern gnadenlos bestraft wurden. Ferner saßen die Gäste mal wieder viel zu häufig auf der Strafbank. Sie hielten sich in Unterzahl zwar schadlos, verbrauchten aber so unnötig viel Energie. Insgesamt war von dem Biss und Kampfgeist in Iserlohn wenig zu sehen. Durch diese Niederlage müssen die Krefelder mit der Roten Laterne in der Hand ins neue Jahr gehen. Daran kann auch morgen ein Sieg beim Jahresfinale im König-Palast gegen Hamburg nichts mehr ändern.

Die Pinguine waren am späten Sonntagabend in Augsburg eingetroffen. Karsten Krippner erschien gestern früh im Hotel. Der neue Geschäftsführer war vier Tage vor seinem offiziellen Dienstantritt aus dem Urlaub angereist. Er nahm nach dem Mittagessen an der Teamsitzung teil. Vor dem Spiel traf er sich mit dem Augsburger Geschäftsführer, der seinen neuen DEL-Kollegen durch das Curt-Frenzel-Stadion führte. Derweil bekamen die Pinguine von Franz Fritzmeier die letzten Instruktionen. Als überzähliger Kontingentspieler erwischte es wieder Henrik Eriksson. Verteidiger Robin Weihager blieb im Angriff. Der junge Mike Schmitz lief an der Seite von Scott Valentine auf und stand nach 150 Sekunden zum ersten Mal auf dem Eis..

Bei den Panthern, die im Dezember bisher nur ein Spiel gewinnen konnten, bekam überraschend Ersatztorwart Benjamin Meisner den Vorzug. Die Nummer 1 Jeff Droin Deslauriers hatten bei den beiden Niederlagen gegen Krefeld im Tor gestanden. Meisner erwischte aber auch keinen guten Start. Nach einem Bully vor seinem Tor war er nicht im Bilde. Der Puck landete auf dem Schläger von Norman Hauner, der eiskalt zur Führung traf (4.). Die Krefelder ließen wenig zu. So bekam Torwart Patrick Galbraith wenig zu tun, auch nicht bei den beiden Strafzeiten gegen Andi Driendl. Sekunden drohte große Gefahr, doch Galbraith reagierte glänzend. Die Pinguine verpassten bis dahin durch Martin Schymainski und Istvan Sofron eine höhere Führung. Das rächte sich zu Beginn des zweiten Drittels. Holzmann wurde im Krefelder nicht energisch angegriffen und traf ins lange untere Eck. Das gab den Panthern Auftrieb. Die Gäste überstanden eine Strafe gegen David Fischer. Kurz darauf jubelten die AEV-Fans, doch der Treffer wurde nach Videobeweis wegen Schlittschuhtor nicht anerkannt (29.). Allerdings war deutlich zu erkennen, dass St. Pierre mit seiner Kufe den Puck über die Linie befördert hatte. Nur zwei Minuten später wurde LeBlanc nicht von Thomas Supis angegriffen und traf mit einem Schuss über die Stockhand. Kurz darauf kassierten die Panther ihre erste Strafzeit. Sofron vergab eine Großchance zum Ausgleich. Dann musste Fischer erneut in die Kühlbox. Die Pinguine zeigten sich nur in Unterzahl von ihrer besten Seite. Ansonsten boten sie in diesem Abschnitt eine enttäuschende Leistung.

Galbraith verhinderte zu Beginn des Schlussdrittels mit guten Paraden die Vorentscheidung. Glück hatte er in der 43. Minute, als Mancari in Überzahl die Latte traf. Fast im Gegenzug tauchte Schymainski frei vor Meisner auf und vergab einen Short-Hander zum Ausgleich. In den letzten zehn Minuten rafften sich die Pinguin noch einmal auf. Für 53 Sekunden waren sie mit zwei Mann mehr auf dem Eis, doch der Puck lief wieder viel zu langsam durch die Reihen. Als die Krefelder dann nach der Auszeit von Fritzmeier die Brechstange herausholten und Torwart Meisner unter Dauerbeschuss nahmen, warfen sich die Panther in die Schüsse und retteten sich somit ins Ziel. Zu diesem Zeitpunkt war Kyle Sonnenburg schon in der Kabine, der sich am Fuß verletzt hatte und für das morgige Heimspiel auszufallen droht.

Quelle: RP
Diskussion
Ihre Meinung zum Thema ist gefragt

Schreiben Sie jetzt Ihre Meinung zu:

Lokalsport: Pinguine verschenken die Punkte


Beachten Sie dabei bitte unsere Regeln für Leserkommentare.