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Rami Ali: Mit K.o.-Sieg zum WM-Titel

Lokalsport: Rami Ali: Mit K.o.-Sieg zum WM-Titel
Krachender Niederschlag: Nach zwei krachenden Leberhaken in Serie von Rami Ali ging der Kroate Ivan Jukic auf die Knie und erholte sich auch nicht mehr von diesen Niederschlägen - Sieg für den Kempener durch Knock-out. FOTO: Devad Handanovic
Kempen. Boxen: Nach nur drei Runden und knapp zehn Sekunden setzte "der boxenden Friseur aus Kempen" zwei mächtige Leberhaken in Folge und schickte den Kroaten Ivan Jukic auf die Bretter. Damit ist er nun Weltmeister im Verband GBU. Von Oliver Schaulandt

Der Kempener Rami Ali hat sich seinen Traum erfüllt. Der 36 Jahre alte "boxende Friseur" ist neuer Box-Weltmeister gemäß des Verbandes Global Boxing Union (GBU). In der Nacht zu Sonntag gewann er bei der Fight-Night in Krefeld am Bruchfeld im Cruisergewicht gegen den Kroaten Ivan Jukic nach vier Runden vorzeitig durch Knock-out. Damit feierte Rami Ali im zwölften Kampf als Box-Profi seinen elften Sieg, und gleich neun Mal schickte er dabei sein Gegenüber vorzeitig auf die Bretter.

Rami Ali gehört zu den Cruisergewichtlern. Das ist die Gewichtsklasse unmittelbar unter dem Schwergewicht, also der Königsklasse im Boxen, und die Kämpfer dort dürfen bis zu 200 englische Pfund auf die Waage bringen - das sind bis zu 90,72 Kilo. Hinter seinen Schlägen steckt also ordentlich Dampf. Das musste Ivan Jukic nun schmerzhaft über sich ergehen lassen. Zwar ließ es der in Kuwait City geborene Libanese, der vor 14 Jahren nach Deutschland ausgewandert ist und in Kempen seinen eigenen Salon, das My Style an der Rabenstraße, betreibt, zunächst vorsichtig angehen. Beide Kämpfer tasteten sich in der ersten Runde zunächst vorsichtig ab. In der zweiten Runde aber drehte Ali allmählich auf und gipfelte seine gute Vorstellung mit einem krachenden Leberhaken mit der linken Hand, die den Kroaten erstmals auf die Knie zwang. Er päppelte sich allerdings noch einmal auf und rettete sich in die dritte Runde.

Auch im dritten Durchgang erarbeitete sich Rami Ali weiterhin Vorteile. Zwar zeigte sich sein Gegner durchaus als technisch versiert, doch der Kempener stand sicher in seiner Deckung und landete immer wieder Wirkungstreffer gegen den Kroaten, der vielleicht auch ein wenig zu offen stand, um den Schlägen Alis zu entgehen.

Die vierte und zugleich letzte Runde dauerte nur wenige Sekunden. Wie ein Orkan kam Ali aus seiner Ecke und landete in einer Schlagoffensive gleich zwei Lebertreffer in Folge. Sein Gegner sank daraufhin auf die Knie, diesem Feuerwerk hatte er nichts mehr entgegen zu setzen und erholte sich auch nicht mehr von dem erneuten Niederschlag - Ende des Kampfes und Sieg für Ali.

Mit dem Erfolg hält Rami Ali nun gleich zwei Titel: den als Europameister im Verband German Boxing Association (GBA) sowie den als Weltmeister der Global Boxing Union (GBU).

Quelle: RP
 
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