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Lokalsport
Reitertage trotz starkem Regen

Reiten. Die Reitertage des RV Seydlitz St. Tönis waren eine Herausforderung für den Veranstalter. Von Paul Offermanns

Der RV Seydlitz St. Tönis musste in Kooperation mit dem Reitsportzentrum Gehlenhof die XII. St. Töniser Reitertage unter erschwerten Wetterbedingungen ausrichten. Zwei Tage vor dem Turnier hatten die Veranstalter bereits die Springprüfungen absagen müssen. Das Turnier stand dann am Freitagmorgen kurzzeitig sogar komplett auf der Kippe. Aufgrund der starken Regenfälle tags vorher und auch in der Nacht, stand das Dressurviereck noch am Freitagmorgen komplett unter Wasser. Da die Wettkampffläche über ein so genanntes Ebbe-Flut-System verfügt, war das Dressurviereck bereits wenige Stunden später wieder bereitbar, und somit gab es auch Grünes Licht für das Turnier.

Der erste Turniertag stand im Zeichen der jungen Dressurpferde und begann mit einer Reitpferdeprüfung für drei- bis vierjährige Pferde und Ponys. Und hier gab es eine Seltenheit: Die Ponys, die in solchen Prüfungen eigentlich in der Minderheit sind, stellten dieses Mal die Hälfte der startenden Vierbeiner. Jakob Hetzel schrieb bei Facebook: "Heute war es wie auf einem Ponyhof. 20 Pferde für die Reitpferdeprüfung abgehakt, davon die Hälfte nur Ponys. Das war wie im Schulbetrieb, nur mit Qualität." Zum Turnierhöhepunkt, der Dressurprüfung Klasse M* Kür, qualifizierten sich über die M*-Dressur, die in zwei Abteilungen ausgeritten wurde, die zwölf besten Paare. Sarah Krams (RFV Rheurdt), die bereits die Qualifikation gewann, behauptete sich auch in der Kür auf Romualdo H mit 69,667 Prozentpunkten vor Carolin van der Linde (RFV Hünxe) mit Donna Wetter (67,383) und William Matthew (65,683, TurnierSG Hülsmann) mit Larry Labond auf den Plätzen zwei und drei. Letzterer hatte eine Wertungsrichterin dabei, die ihn zweimal niedriger wertete (M-Dressur und Kür) als die anderen Juroren.

Das Wetter wurde im Laufe des Tages wieder schlechter. Die Parkbedingungen für die Pferdetransporter verschlechterten sich. Das Helferteam sorgte dafür, dass geparkt und wieder abgefahren werden konnte. Eine besondere Idee hatte Turnierschmied Richard Stamm. So sah erjüngst auf einem Auto die Aufschrift Kinderhospiz Regenbogenland in Düsseldorf. Die Vorstellung, dass Kinder zu diesem Ort kommen, um friedvoll und in Würde sterben zu können, berührte ihn sehr. Im Rahmen des Turniers formte dann er aus Hufeisen Herzen, die zum Preis von zehn Euro pro Stück verkauft wurden. Den Erlös (765 Euro) spendet er an das Kinderhospiz Re genbogenland.

Ergebnisse siehe morgige Ausgabe.

Quelle: RP
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