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Lokalsport
Ringer erstatten Strafanzeige gegen Kölner Zuschauer

Ringen-Oberliga. Heute empfängt der Ringer-Oberligist KSV Germania Krefeld die TSG Herdecke (19.30 Uhr, Halle Steinstraße). Es ist der letzte Gegner der Krefelder aus der unteren Hälfte des Tableau. Die drei Kontrahenten danach bis zum Saisonende empfinden sich auf den Plätzen zwei bis vier.

Dementsprechend wichtig ist ein Sieg, zumal die Germania, derzeit auf Rang sechs platziert, nur zwei Zähler Vorsprung auf die Tabellenschlusslichter Herdecke und Witten II aufweisen können. "Wir wollen gewinnen. Und wir haben auch eine gute Chance dazu", sagt Germania-Trainer Georg Focken. "Diese Saison hatten wir allerdings auch viel Pech - vor allem mit den Ausfällen."

Zu dem bislang durchwachsenen Jahr passt auch ein Vorfall aus der Vorwoche bei der 18:20-Niederlage in Köln-Mülheim, von dem Focken erst jetzt berichtete. Ein Kölner Ringer und Kampfrichter, der nicht zum Einsatz gekommen war, war wegen einer richtigen Kampfrichterentscheidung gegen seine Mannschaft so sehr erzürnt, dass er von den Zuschauerplätzen auf die Kampfmatte stürmte und den jugendlichen Germania-Ringer tätlich angriff. Nachdem er erfolgreich zurückgehalten worden war, wartete er nach dem Kampf vor der Kabine auf den Germania-Kämpfer und schlug auf ihn und einen weiteren ebenfalls minderjährigen Krefelder ein und wollte sie die Treppe runterreißen. Einem dritten Germania-Ringer zerriss er die Trainingsjacke. Die Krefelder erstatteten Anzeige wegen Körperverletzung.

(sen)
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