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Lokalsport
Rommelmann rudert bei der Royal Regatta

Lokalsport: Rommelmann rudert bei der Royal Regatta
In der Vorbereitung absolvierten die beiden Starter ihr Training in Krefeld: Auf der Schlagposition sitzt Jonathan Rommelmann, im Bug sein Partner Konstantin Steinhübel aus Würzburg. FOTO: ST
Rudern. Der CRC-Ruderer startet am Wochenende im englischen Rudermekka Henley on Thames.

Für Jonathan Rommelmann vom Crefelder Ruder-Club geht am Wochenende mit dem Start in Henley bei der Royal Regatta ein Traum in Erfüllung. Nicht wie gewöhnlich wird dort über die olympische Distanz von zwei Kilometern gerudert, sondern über eine Meile und 550 Yards, das entspricht 2112 Meter. Und anders als sonst geht es im K.o-System über die nur zwei Boote fassende Strecke, jeweils eine Runde weiter. Ein riesen Spektakel für die Zuschauer, die ganz der britischen Tradition verpflichtet einen strengen Dresscode befolgen müssen: Hut und Schlips, helle Stoffhosen, die Damen ein Knielanges Kleid, um nur ein wenig aus dem Prozedere zu lesen. Henley ist ein Zuschauermagnet und eine von nur drei Royalen Veranstaltungen, neben Wimbledon im Tennis und dem Pferderennen in Ascot. Auch in dieser Woche werden bis zu eine Millionen Zuschauer über die Regattatage erwartet.

Rommelmann startet zusammen mit Konstantin Steinhübel aus Würzburg im "Double Sculls ChallengeCup", also im Doppelzweier. 12 Boote haben es in die Finalrunde geschafft. Dabei wurden Rommelmann und Steinhübel gesetzt, weil sie beide langjährige Nationalmannschaftsruderer sind und vom Veranstalter eingeladen wurden. Doch sie bekommen es in der Runde der besten Zwölf mit starker Konkurrenz zu tun. Die Olympiasieger aus dem deutschen Doppelvierer mit Hans Gruhne/Potsdam und Karl Schulze/Berlin und die französischen Olympiasieger aus Frankreich im leichtgewichtigen Doppelzweier mit Pierre Houin und Jeremy Azou sind mit am Start. In Runde eins geht es gegen ein britisches Team vom Wallingford Rowing Club. Sollten sie hier siegreich sein, dann könnte es direkt gegen einen Olympiasieger gehen. Neben den Franzosen sind im Doppelzweier noch Mannschaften aus Neuseeland, Holland und Italien am Start.

Doch neben dem sportlichen Erfolg ist es besonders die einmalige Stimmung und der besondere Flair, den die Ruderer lieben. Nicht umsonst startet in diesem Jahr auch wieder der Deutschlandachter beim prestigeträchtigen Challenge Cup, und als neuer Besitzer der Weltbestzeit sind die Britten besonders auf die Deutschen Boote erpicht. Es verspricht, für Rommelmann ein sportlich einmaliges Vergnügen zu werden.

(ST/oli)
 
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