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Lokalsport
RV Vorst baut die Turnier-Mauer wieder auf

Reiten. Beim Reitturnier feierte diese schwere Hindernis nach 20 Jahren am Wochenende ein Comeback Von Paul Offermanns

Großes Gewusel herrschte beim Sommerturnier des Reitervereins Vorst an Springparcours und Dressurviereck. Viel Beachtung fand das Punktespringen der Klasse L mit Joker. Hier ritten alleine 58 Teilnehmer in die Bahn, davon gaben neun Reiter auf. Als dritte Starterin ritt die Heinsbergerin Luisa Bücken mit Vyonara als Flotteste des Punktespringens über alle Teilnehmer die vollen 44 Punkte heraus - in 38,87 Sekunden. Sie gab die Führung bis zum Ende der Prüfung nicht mehr ab.

Die Reiter legten dabei eine Bahnlänge von 360 Metern zurück. Die Mindestzeit von 62,00 Sekunden war das geringste Übel für Reiter und Pferd, weil fast alle klar darunter blieben. Jeder übersprungene Sprung brachte dem Reiter Zähler, der erste einen, der zweite zwei, der dritte drei usw. Andersherum wurden sie abgezogen, wenn sie das Hindernis rissen. 1,15 Meter hoch waren die Sprünge mit Ausnahme des Joker-Hindernisses, das 1,25 Meter hoch war und 16 Punkte als doppelte Punktzahl brachte.

Hier hätte jeder geglaubt, die Pferde würden den Joker nicht gerne springen wollen. Die Vorster nahmen hier die ungewohnte und wenig geliebte Mauer. "Nach 20 Jahren wurde die Mauer erstmals wieder bei unserem Turnier wieder eingesetzt, die haben wir extra für den Einsatz im Parcours aufgearbeitet", sagte Gerta Peters, 1. Vorsitzende des Reitervereins Vorst. Der vereinseigene Parcourschef Olaf Enger sagte zu dieser Prüfung: "Hier ist die Rittigkeit des Pferdes gefragt und die Fähigkeit der Reiter, sich auf die unterschiedlichen Distanzen zwischen den Hindernissen einzustellen." Zuschauer Helmut Ring fügte hinzu: "Wer hier nicht wagt, der nicht gewinnt." Ohne Joker wäre kein Sieg möglich gewesen, der Weg ging nur darüber. Ein großes Raunen durch die Menge, als Reiter dieses Hindernis rissen und punktemäßig keine Chance mehr auf eine vordere Platzierung hatten. Am Ende erreichten neun Reiter die möglichen 44 Zähler.

Der Sieg enschied sich nur über die Zeit. Luisa Bücken holte Platz eins in der ersten Abteilung. Melissa Mellis (RFV Hüls) verbuchte auf Action in Black Rang eins in der zweiten Abteilung in 40,19. Jeweils Platz drei holte die Krefelderin Catherina Nonn mit Aura (42,56) und der Anrath-Neersener Janis Zumbrägel mit Piefke (42,57).

Weiterer Bericht und Ergebnisse in der morgigen Ausgabe.

Quelle: RP
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