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Lokalsport
Schimmi: Kampfmaschine, Top-Torjäger

Del. Eishockey: Der Stürmer der Krefeld Pinguine erzielte im Spiel gegen Wolfsburg seine Saisontreffer 16 und 17. Das ist für den 29-Jährigen ein persönlicher Ligarekord. Trainer Fritzmeier hat für das Spiel in Iserlohn die Qual der Wahl Von H.-G. Schoofs und Josef Hermanns

Auch wenn bei den Pinguinen die Rote Laterne über dem Weihnachtsbaum leuchtet, können sie heute in Ruhe Heiligabend feiern. Ich wünsche mir für meine Familie, Freunde und mich Gesundheit", antwortete Martin Schymainski am Dienstag nach dem 5:2-Erfolg gegen Wolfsburg. Einen sportlichen Wunsch erfüllte sich der Stürmer bereits selber. Er stellte mit seinen beiden Treffern gegen die Grizzlys einen neuen persönlichen Ligarekord auf. Seine alte Marke von 16 Treffern aus dem Vorjahr hat er bereits jetzt schon um einen Treffer überboten. Und er führt damit die aktuelle Torschützenliste der DEL an. "Das ist der Wahnsinn. Jetzt habe ich schon nach 29 Spielen mehr Tore erzielt als in der gesamten Vorsaison", sagte Schimmi, wie ihn seine Freunde und Fans rufen.

Alles, was Martin Schymainski in seiner Karriere bisher erreichte, musste er sich hart erarbeiten. Viele Experten trauten dem 1,68 Meter großen Linksaußen nicht zu, dass er nach Zweitligazeiten in Straubing und Landesberg eine Klasse höher so richtig Fuß fassen wird. Denkste! In Iserlohn und München bewies er seine DEL-Tauglichkeit und kehrte danach zu seiner Eishockey-Wiege an die Westparkstraße zurück, wo er einst unter Trainer Lothar Kremershof Deutscher Schülermeister wurde. Bei den Pinguinen entwickelte er sich zu einer Kampfmaschine. Gerade in den vergangenen Wochen ging er in Sachen Kampf und Einsatzwillen voran. Daher ist nach Niederlagen bei ihm die Enttäuschung besonders groß. Dienstag stand ihm die pure Freude ins Gesicht geschrieben: "Es hat heute richtig Spaß gemacht. Wie haben die Tore zum richtigen Zeitpunkt erzielt und nach meinem Führungstreffer gut gespielt", sagte er im Gespräch mit unserer Zeitung.

Sehr gut war auch die taktische Ausrichtung des Trainers. Franz Fritzmeier machte geschickt von seinem Heimrecht gebrach, seine Reihen nach dem Gegner aufs Eis schicken zu können. So engte der Coach mit seiner Pietta-Reihe die Kreise des Wolfsburgers Tyler Haskins ein. Begeistert zeigte er sich gestern von der Unterstützung von den Rängen: "Unsere Fans waren überragend. Für mich waren gefühlte 6000 Zuschauer im Stadion. Meinen Jungs hat das sehr gut getan. Es war wichtig, dass wir so kurz vor Weihnachten gewonnen haben." Am zweiten Feiertag sollen die KEV-Fans noch ein Geschenk bekommen. Doch die Reise geht nach Iserlohn, wo es für die Pinguine nun schon seit vier Spielen in Folge nichts mehr zu holen gab. Die Roosters wurden am Dienstag von den Ice Tigers in Nürnberg mit 3:9 so richtig zerfleischt. "Das wird Iserlohn gut wegstecken. Wir wollen den Schwung vom Wolfsburgspiel mitnehmen und müssen hochkonzentriert sein", sagt Fritzmeier.

Bei seiner Aufstellung hat der Trainer die Qual der Wahl. Auf die Frage, wen er von den Kontingentspielern durch die Rückkehr von Scott Valentine auf die Tribüne schicken wird, antwortete er: "Das wird eine harte Entscheidung. Sofron, Eriksson und Weihager haben gut gespielt." Im Tor wird es wahrscheinlich wieder einen Wechsel geben: "Patrick Klein ist unser Rohdiamant. Wir dürfen ihn nicht verheizen. Seine Fangquote ist auch besser geworden, weil wir nicht mehr so viele Schüsse zulassen", erklärte Fritzmeier. Verzichten muss der Coach auf Oliver Mebus. Der Verteidiger war gegen Wolfsburg im zweiten Drittel von der Schlittschuhkufe eines Gegenspielers am Oberschenkel erwischt worden und zog sich dabei eine tiefe Schnittwunde zu.

Quelle: RP
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