| 00.00 Uhr

Lokalsport
Schokobrunnen eine Tabuzone, Stadionränge voller Abfall

Kempen. Reisesplitter: "Schimmi" wagte den Sprung in die kalte Ostsee. Spezielles Training wegen der etwas kleineren Eisfläche

Auch wenn das Hotel Eden wegen einer Gastronomie-Messe bis auf das letzte Bett ausgebucht ist, konnten sich die Pinguine in Ruhe auf das Spiel vorbereiten. Am Mittwoch nach dem Abendessen waren einige Spieler im Fitness-Raum des Hotels anzutreffen. Daniel Pietta, Martin Schymainsky und Steve Hanusch tauchten plötzlich in weißen Bademänteln auf und marschierten zum nahegelegenen Strand. "Es ging, man muss nur schnell reinrennen", antwortete "Schimmi" auf die Frage, ob das Wasser der Ostsee nicht zu kalt ist. Herrlich warm war das Wasser im Erlebnisbad, das zum Hotel Eden gehört. Dort waren aber trotz toller Rutschen und einer Wellenanlage keine Pinguine zu sehen.

Die Bettruhe war für die Mannschaft lang genug. Die meisten erschienen gestern um 8 Uhr zum Frühstück. Um den Schokobrunnen des Büffets machten die Spieler einen großen Bogen. 45 Minuten später ging es bei trübem Wetter zum Eisstadion. Trainer Rick Adduono ging mit seinen Schützlingen noch ein paar spezielle Übungen durch, die wegen der etwas kleineren Eisfläche notwendig waren. Nach 35 Minuten verschwanden die Pinguine dann schon wieder in ihrer Kabine. Dort ließ sich Torjäger Hendrik Eriksson noch von den beiden Physiotherapeuten Jo und Florian behandeln. Betreuer Christian Menningen sorgte bei den Schlittschuhen von Istvan Sofron für den optimalen Schliff. Während des Trainings waren die Heinzelmännchen im Einsatz. Denn die Ränge, auf denen ziemlich viel Müll lag, waren nach dem letzten Play-off-Spiel der Vorsaison nicht mehr gereinigt worden. Auch im Umlauf herrschte bereits am frühen Morgen emsiges Treiben. Die Verkaufsstände und der Fanshop wurden auf Hochglanz gebracht. Die Arena erinnert mit ihren Holzbänken an die altehrwürdige Rheinlandhalle. Die Ränge sind allerdings extrem steil. Die Technik ist hochmodern. Vor der Eisaufbereitung werden die Tore von einer elektrischen Seilwinde in die Luft gehoben. Die Trainingszeiten für die vielen Mannschaften des Vereins werden auf großen Bildschirmen angezeigt. Die Bande ist nur ein Jahr alt. Der Weg in die Kabinen führt für Trainer und Spieler nur über einen vierstelligen Nummerncode, der über der Klinke eingegeben werden muss. Direkt neben der Arena wurde eine kleine Trainingseishalle gebaut. Gegenüber liegen ein großes Bandy- und ein Baseball-Stadion.

Vor dem Mittagessen stellte Adduono sein Team mit Videosequenzen vom Hinspiel gegen Kärpät auf das Match ein. Nach dem Essen verschwanden die meisten Spieler auf ihre Zimmer. Einige nutzten das mittlerweile wieder sonnige Wetter zu einem Sparziergang am Meer. Von der idyllischen Innenstadt Oulus bekamen die Spieler nur bei der Busfahrt vom Hotel zum Stadion was zu sehen. Das Zentrum und der nahegelegene Hafen der nördlichsten Großstadt Europas sind ein wahrer Anziehungspunkt für Touristen.

Heute früh heißt es für die Pinguine in Oulu Abschied nehmen. Um 11 Uhr geht es von dort aus mit dem Flugzeug und einem Zwischenstopp in Helsinki zurück nach Düsseldorf, wo der schwarz-gelbe Tross um 14.50 Uhr deutscher Zeit ankommen soll.

(hgs)
Diskussion
Ihre Meinung zum Thema ist gefragt

Schreiben Sie jetzt Ihre Meinung zu:

Lokalsport: Schokobrunnen eine Tabuzone, Stadionränge voller Abfall


Beachten Sie dabei bitte unsere Regeln für Leserkommentare.