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Lokalsport
Sieben Profis der Borussia setzen auf den Neustart

Fussbal. Für Korb, Herrmann, Hofmann, Dominguez, Drmic, Schulz und Jantschke endet die Saison aus verschiedenen Gründen unbefriedigend Von Stefan Klüttermann

Wenn jemand Julian Korb im letzten Quartal 2015 gefragt hätte, ob er derzeit seine beste Zeit als Fußballprofi erlebe, die Chance wäre groß gewesen, dass Korb sie bejaht hätte. Schließlich gab es für ihn keinen Grund zu klagen - im Gegenteil: Er war Stammspieler bei Borussia, entwickelte so viel Vorwärtsdrang wie nie, schoss gegen Schalke sein erstes Profitor, traf auch in der Champions League in Manchester und bereitete Tore gegen die Bayern und Sevilla vor. Korb war einer, der vom Wechsel von Lucien Favre zu André Schubert merklich profitiert hatte. Doch das 4. Quartal 2015 ging irgendwann zu Ende, und seitdem 2016 auf dem Kalender steht, läuft für Korb nichts mehr wie geschmiert. Ende Januar stand er letztmals in der Startelf, seit fünf Partien hat er gar nicht mehr gespielt. Nico Elvedi hat ihm erstmal den Rang abgelaufen, der junge Schweizer punktet mit Physis und Kopfballstärke, die in der Dreierkette mehr gefragt sind, als wenn Korb den Außen in der Viererkette geben darf. So bleibt letzterem nur die Hoffnung auf Besserung und Rotation auf drei Hochzeiten ab August.

Hoffnung hegt auch Tony Jantschke, aber vor allem die, gerne mal wieder länge ohne Verletzung durchs Profidasein wandeln zu können. Die Saison, die nach einem Kreuzbandanriss lange unterbrochen war, ist nach einem Muskelfaserriss für ihn endgültig gelaufen. Und in der neuen Serie werden Schubert und Jantschke selbst der Frage nachgehen müssen, wo der 26-Jährige zu (mehr) Einsätzen kommen wird, ob als Innen- oder Außenverteidiger. Generell erste Wahl zu sein, wird jedenfalls keine Selbstverständlichkeit. Ein Startelfplatz war jahrelang für Patrick Herrmann genau so eine Selbstverständlichkeit, aber so gut und schnell die Heilung nach seinem Kreuzbandriss letztlich auch lief, das neue 3-5-2-System Schuberts sieht die auf Herrmann quasi maßgeschneiderte offensive Flügelflitzer-Position nicht mehr vor. Bleibt dieses System indes das favorisierte, wird Herrmann sich umstellen und noch mehr in die Defensivarbeit investieren müssen. Defensivarbeit ist das Kerngeschäft von Alvaro Dominguez. Und der Spanier wie auch Borussia hoffen, dass er es nach vielen Monaten voller Rückenprobleme ab Sommer wieder schmerzfrei und qualitativ hochwertig ausüben kann. Allein, über den Stand der Reha dringt derzeit nichts nach außen, was die Frage aufwirft, wie schnell der Spanier 2016/17 wieder eine Option für die erste Elf sein kann.

Das wird auch das Ziel für Jonas Hofmann sein: eine Startelf-Option zu werden. In dieser Rückrunde läuft er noch unter dem Welpenschutz "langfristige Verstärkung", aber ab Sommer wird sich der teure Winterneuzugang im Hauen und Stechen der Flügelspieler beweisen müssen. Und dabei wird er wie Herrmann seine Lieblingsposition im Schubert-System vermissen. Keine leichte Aufgabe also. Josip Drmic und Nico Schulz werden dagegen die kommende Serie erst einmal dafür nutzen wollen und müssen, überhaupt bei Borussia Fuß zu fassen.

Schulz ist nach seinem Kreuzbandriss quasi der erste Neuzugang des Sommers und im Optimalfall eine Alternative zu Oscar Wendt, und Drmic wird, wenn von seinem Knorpelschaden genesen, einen neuen Anlauf nehmen, seine Nische in Borussias Spielidee zu finden. Aber da ist er ja in guter Gesellschaft.

Quelle: RP
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