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St. Tönis vor dem Duell der Unbesiegten

Lokalsport: St. Tönis vor dem Duell der Unbesiegten
Mit harten Bandagen: Der Auftaktsieg der Turnerschaft gegen den TV Lobberich war ein ziemlich hart erkämpfter Arbeitssieg. Jetzt geht es gegen den TV Walsum-Aldenrade. FOTO: Busch
Oberliga. Frauenhandball: Die Frauenmannschaften des TV Walsum-Aldenrade und der Turnerschaft St. Tönis sind beide noch ohne Niederlage in der Oberliga-Saison. Am Sonntag wird ab 19 Uhr eine der beiden Serien zu Ende gehen. Von Alex Gruber

Wer behält die weiße Weste, das ist die spannende Frage im Topspiel der Handball-Oberliga der Frauen. Die Protagonisten am Sonntagabend (19 Uhr, Hamborner Straße) in Duisburg sind der TV Walsum-Aldenrade und die Turnerschaft St. Tönis. Als hätte es die vergangene Saison nie geendet, haben sich die beiden Vereine schon wieder dort in der Tabelle eingeordnet, wo sie auch zum Abschluss der vergangenen Spielzeit standen. Mit je zwei Siegen belegen Walsum und St. Tönis die Plätze zwei und fünf.

Walsum-Aldenrade erarbeitete sich die Vizemeisterschaft in der Spielzeit 2014/2015 durch konstant gute Leistungen. Nur vier Niederlagen kassierte der TV. Und dort kommt die Turnerschaft ins Spiel. Denn St. Tönis entwickelte sich zum Angstgegner des Favoriten. Dank der richtigen Taktik und einer guten Portion Kampfgeist gewann die Turnerschaft beide Duelle: 29:23 und 24:18. St. Tönis war also für zwei der vier Niederlagen der Duisburgerinnen verantwortlich. "Damals haben wir in beiden Spielen alles abgerufen was ging", erinnert sich Christoph Nagels, sportlicher Leiter der Turnerschaft.

Die schwierigeren Aufgaben in dieser Saison hatte bisher die Mannschaft von Trainerin Miriam Heinecke. Die knappen Erfolge gegen den TV Lobberich und Treudeutsch Lank waren mit harter Arbeit verbunden und alles andere als Selbstläufer. "Am ersten Spieltag gab es einen Arbeitssieg, am zweiten Spieltag war die erste Hälfte gegen Lank mäßig", sagt der sportliche Leiter. Dafür entschädigte St. Tönis die Fans in der zweiten Hälfte mit einer starken Vorstellen. "Das war für das Selbstbewusstsein gut", sagt Nagels. Doch nur wenn St. Tönis an diese Leistung anknüpfen kann, haben die Gäste in Duisburg eine Chance. "Gegen Walsum wäre es wichtig, schnell in die Partie zu finden", weiß Nagels.

Walsum war gegen den Neusser HV (28:19) und den TV Biefang (29:15) über jeden Zweifel erhaben. Doch rundum zufrieden war Aldenrades Trainer Manfred Wählen auch nicht. Man kennt sich gut: Wählen wohnt nicht nur in Tönisvorst, sondern trainierte früher die Herren der Turnerschaft St. Tönis. Und auch die Spielweise beider Teams ist bekannt und ähnlich. Beide kommen aus einer aggressiven Deckung und drücken dann auf das Tempo. Da wird es spannend zu sehen sein, wer sein Konzept besser durchbringen kann.

Bei den Gästen fehlt nach wie vor Daria Komander, die mit einem Kreuzbandriss noch lange ausfallen wird. Wie lange, das wird sich erst nach der für nächste Woche angesetzten Operation zeigen.

Quelle: RP
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