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Lokalsport
St. Töniser Damen müssen Einbruch abhaken

Nordrehinliga. Handball: Nach dem Einbruch in Lank in der Schlussviertelstunde nebst Punktverlust muss St. Tönis das Positive sehen. Von Marcel Püttmanns

Die Frauenmannschaft der Turnerschaft St. Tönis hat ein denkwürdiges Wochenende hinter sich. Beim 34:34 Unentschieden gegen Lank wandelte die Mannschaft von Trainerin Miriam Heinecke zwischen den Extremen. Zum einen waren die ersten 42 Minuten offensiv zweifelsohne die wohl besten der vergangenen Monate. Zug zum Tor, sehenswerte Spielzüge und eine hohe taktische Variabilität, die Turnerschaft bot alles auf, was ein Angriffsfeuerwerk ausmacht. Der Vorsprung hätte bei gnadenloserer Chancenverwertung sogar noch höher ausfallen können. Apropos Vorsprung. Diese Thematik dürfte in nächsten Zeit ein sensibler Punkt bei den St. Töniserinnen sein. Ein scheinbar sicheres 29:20 egalisierte Lank bekanntlich in einer verrückten Schlussphase. Ansatzpunkte, wie es zu diesem Missgeschick kommen konnte, gibt es mehrere.

Eine hohe Fehlerquote im Aufbau, zahlreiche Zwei-Minuten-Strafen samt Hinausstellung gegen Lena Beckers, die Manndeckung gegen Rabea Brüren, all dies dürfte zur Aufholjagd beigetragen haben. Letztendlich sollte die Turnerschaft nicht zu lange über den zweiten Durchgang grübeln. "Wir müssen es abhaken. Im bisherigen Saisonverlauf ist es uns immer hervorragend gelungen, die positiven Aspekte hervorzuheben. Davon gab es diesmal mehr als genug", sagt die Übungsleiterin.

Ein optimistischer Blick in die Zukunft sollte den St. Töniserinnen nicht allzu schwer fallen, denn die tabellarische Lage in der Nordrheinliga ist gut. Bis zum sechsten Rang sind es gerade einmal zwei Zähler. Und auch wenn es sich kurzzeitig wie eine Niederlage anfühlt, ein Punkt gegen Lank kann im engen Mittelfeld durchaus Gold wert sein. Dreimal tritt die Turnerschaft vor dem Jahreswechsel noch an, dreimal bietet sich gegen ausschließlich direkte Konkurrenten die verheißungsvolle Gelegenheit, gehörig Abstand zur unteren Tabellenhälfte herauszuarbeiten. Am Samstag (20 Uhr) gastieren die St. Töniserinnen beim punktlosen Schlusslicht TV Walsum-Aldenrade, einem alten Bekannten aus Oberliga-Zeiten.

"In solchen Partien zählt es selbstredend. Wenn wir an die ersten 40 Minuten vom vergangenen Wochenende anknüpfen, bin ich überaus zuversichtlich. Unterschätzen dürfen wir den Gegner natürlich nicht", warnt Heinecke. Die Gastgeber gewannen in der Vorsaison eins der beiden Duelle und standen in der Endabrechnung einen Platz vor der Turnerschaft. Zuletzt kassierten die Duisburgerinnen gegen Straelen einen bittere 22:26 Niederlage.

Quelle: RP
 
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