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Lokalsport
St. Töniser Frauen sind im Derby Favorit

Frauen-Oberliga. Handball: Das Oberligateam der Turnerschaft empfängt zum Jahresauftakt am Samstag (18 Uhr) den Tabellennachbarn TV Lobberich. Trainerin Miriam Heinecke erwartet einen kampfstarken Gegner, dessen Abwehr schwer zu knacken ist Von Alex Gruber

Zum Abschluss des Jahres legten sich die Frauen der Turnerschaft St. Tönis noch einmal besonders ins Zeug und zeigten beim Spiel gegen Fortuna Düsseldorf trotz der knappen Niederlage eine gute Einstellung. Daran muss St. Tönis nun im neuen Jahr anknüpfen. Denn es geht für die Turnerschaft in der Oberliga direkt mit einem Duell los,welches wegweisend ist. Der TV Lobberich ist zu Gast im Corneliusfeld (Samstag, 18 Uhr) und will das Team von Miriam Heinecke und Kathrin Pohl vom achten Tabellenplatz verdrängen. Heute trainiert St. Tönis erstmals wieder mit dem kompletten Kader, abzüglich den noch an den Bändern verletzen Spielerinnen Moni Fränken, Daria Komander und Nicole Hölters. "Wir haben im Hinspiel zwar nicht gut gespielt, aber mit zwei Toren gewonnen. Deshalb sind wir favorisiert gegen Lobberich", sagt Miriam Heinecke.

Nicht überraschen lassen will sich die Turnerschaft diesmal von der aggressiven Deckung des Gegners. Stattdessen legt St. Tönis den Fokus selbst auf die Deckungsarbeit und will "richtig zupacken" und im Training genau die Bewegungsabläufe einstudieren, die gegen weiter vorn stehende Deckungsformationen vielversprechend sind. "Lobberich ist eine kampfstarke Truppe, die sehr zupackt. Wir versuchen einiges dagegenzusetzen und hoffen, dass wir mit einem Erfolg starten. Wir wollen ein schönes Spiel machen und uns Selbstbewusstsein holen", erklärt Heinecke.

Vier Siege in Folge holte Lobberich vor dem Jahreswechsel, das Hinspiel gegen St. Tönis verlor der TV jedoch mit 22:24 (13:16). Die Frauen der Turnerschaft St. Tönis sind weiterhin auch im Kreispokal vertreten und dürfen sich im Viertelfinale auf das Duell mit dem Ligakonkurrenten TV Aldekerk freuen. Zu verlieren hat St. Tönis in diesem Duell gegen den Favoriten nichts. Denn anders als bei der krachenden 11:32-Niederlage in der Oberliga wird St. Tönis am 7. Februar im Pokal Heimrecht haben.

"Wir werden in St. Tönis vor eine große Aufgabe gestellt. Wir brauchen uns dort trotzdem nicht zu verstecken, und ich wüsste nicht, warum wir nicht gewinnen können sollten. Meine Mannschaft hat das drauf", meint Lobberichs Trainer Marcel Schatten. Ein paar Voraussetzungen müssten jedoch stimmen. Mit Blick auf die beiden, nicht gänzlich überzeugenden Pokalspiele in der Vorwoche gilt der Fokus der Abwehrarbeit. Um den Offensivdrang der St. Töniserinnen entgegentreten zu können, ist eine gute Defensivarbeit wichtig. "Wir dürfen uns keine Fehler erlauben", weiß Schatten, der die Videoanalyse des Hinspiels aufgearbeitet hat. Darüber hinaus möchte der Trainer darauf hinwirken, dass seine Spielerinnen sich die bis dato beinahe obligatorischen Schwächeperioden zu Beginn des Spiels oder zu Beginn der zweiten Hälfte diesmal verkneifen. Personell kann Schatten aus dem Vollen schöpfen, alle Spielerinnen sind fit, auch die A-Jugendlichen können eingesetzt werden. "Es hat mich gefreut, dass es bei Rabea Brüggemann gut aussieht. Sie macht unser Spiel noch variabler", sagt Schatten. Nach ihrer Knieoperation überstand Brüggemann die Pokalspiele in Borken und Anrath ohne Schmerzen.

Quelle: RP
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