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Lokalsport
St. Töniser Frauen wachen zu spät auf

Frauen-Oberliga. Handball: Bei einem Rückstand von 14:29 warf die Turnerschaft zehn Treffer in Serie. Das reichte aber nicht aus, um die 24:19-Niederlage gegen Aufsteiger HSG Radevormwald/Herbeck zu verhindern. Jetzt geht es gegen Wülfrath weiter. Von Alex Gruber

Die Turnerschaft St. Tönis hat in der Handball-Oberliga der Frauen ihr Heimspiel gegen die HSG Radevormwald/Herbeck mit 24:29 (12:19) verloren. In einer umkämpften Partie mit vielen Zeitstrafen lagen die Gäste von Beginn an in Führung. Von einem 7:5 ausgehend, setzte sich die HSG auf 11:5 ab. Bis zur Pause änderte sich an diesen Kräfteverhältnissen nichts mehr. Die Gäste verbuchten viele leichte Tore vor allem durch die starke Linkshänderin Milena Mattyssek. Ob in Manndeckung oder nicht, die Rückraumspielerin traf aus allen Lagen und erzielte am Ende 15 Tore für die HSG. "Sie hat uns das Leben schwergemacht und uns fast alleine aus der Halle geschossen", sagt Trainerin Miriam Heinecke. Und auf der anderen Seite kam die Turnerschaft bei eigenem Ballbesitz nicht zum Zug. "Wir haben leider vorne kein Konzept gefunden", erklärte Heinecke. Dazu kamen technische Fehler und Abstimmungsprobleme in der Abwehr der Gastgeberinnen.

St. Tönis versuchte sich gegen die Niederlage zu stemmen, doch egal welches Variante die Turnerschaft in der Defensive spielte, die Radevormwalder hatten immer die passende Antwort. Denn auch von den Außenpositionen traf die HSG mit unerbittlicher Präzision. "Es fehlte auch die Bereitschaft, da richtig anzupacken. Wir haben jede Variante probiert. Es war wirklich eine verfahrene Kiste", monierte Miriam Heinecke. So erklärte sich der 13:19-Rückstand zur Pause und die weitere Verschlechterung des Ergebnisses aus Sicht der St. Töniser Frauen. Als Mitte der zweiten Hälfte die Anzeigetafel 14:29 zeigte, drohte eine deftige Niederlage für die Turnerschaft. In einer Auszeit mahnte Heinecke das Team, sich zusammenzureißen. Die Ansprache fruchtete. St. Tönis spielte plötzlich befreit auf und warf zehn Tore in Folge, ohne einen weiteren Gegentreffer zu kassieren. "Leider hat das Spiel nicht sieben Minuten länger gedauert", sagte Miriam Heinecke. Sicherlich schaltete die Gäste nach der hohen Führung auch einen Gang zurück, doch dies soll nicht die gute Moral und Einstellung bei den Gastgeberinnen schmälern.

Die vierte Saisonniederlage für St. Tönis ändert vorerst nichts an den Kräfteverhältnissen in der Liga, doch die Turnerschaft wird sich ärgern den starken Aufsteiger nicht auf Distanz gehalten zu haben. "Haken dran und weiter geht es, nächste Woche Wülfrath wird wieder eine schwere Aufgabe", sagt Heinecke.

Quelle: RP
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