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Lokalsport
Tennis: TK Rot-Weiß Kempen hat keine Nachwuchssorgen

Aus. Den Vereinen Jugendtennis Eigentlich ist Claudia Stockmann praktizierende Zahnärztin in Kempen. Früher war die heute 42-Jährige eine gute Leichtathletin, sprintete und sprang für den SC Bayer Uerdingen. Als die Kinder ans Laufen kamen, Jannik ist mittlerweile acht und Tim neun Jahre alt, widmete sie sich ganz dem Tennissport. Sie gehört dem Tennisklub Rot-Weiß Kempen an und sorgt seit etwa fünf Jahren mit den Trainern dafür, dass der TK zumindest im Bambini-Bereich (bis acht Jahre) überhaupt keine Nachwuchssorgen hat. In Kempens Kindergärten und Grundschulen macht sie seit dieser Zeit Werbung für den weißen Sport. Von Willich Schöfer

"Ich habe das Plakat in unserem Kindergarten St. Peter-Allee gesehen und mir gedacht, das wäre was", sagt Katrin Koepchen. Sie hat neben ihrer erst einen Monat alten Sophie ihren Sohn Julius mitgebracht. Und der Dreijährige ist gerade bei seiner dritten kostenfreien Schnupperstunde, balanciert den für die Kids leichteren Ball auf dem Schlägerkopf. Dort haben die Trainer, Christopher Wirtz (31) mit dem Nachwuchscoach Lukas Schuffelen (17), zwei Kleinspielfelder und einen Parcours aufgebaut, auf dem die Jüngsten erst einmal spielerisch an den Sport herangeführt werden. "Wichtig ist in unserem Bambini-Club, dass der Spaß und die Freude an der Bewegung im Vordergrund steht", sagt Claudia Stockmann.

Und das große Engagement der Zahnärztin wird belohnt. "So kommen im Jahr seit einiger Zeit zehn bis zwölf Bambini dazu", schätzt sie. Zählt man die älteren Kinder und Jugendlichen hinzu, kümmern sich die Haupttrainer Detlef Hungerberg und Christopher Wirtz um wöchentlich etwa 50 kleine weil überschaubare Trainingsgruppen. 146 Kinder und Jugendlichen spielen derzeit bei Rot-Weiß.

Claudia Stockmannm, die kürzlich auch zur Jugendwartin bei Rot-Weiß geworden war und Carsten Hermann abgelöst hatte, bietet mit ihrem Team auch seit einigen Jahren für die Jüngsten Kleinfeldturniere an. Soweit ist es aber bei Julius noch nicht. "Wir waren bisher gemeinsam beim Mutter-und-Kind-Turnen und Julius muss sich jetzt bald entscheiden, ob er nach den Sommerferien alleine zum Turnen geht oder lieber Tennis spielen möchte", sagt Mutter Katrin. Auf der Bank nebenan sitzt Monika Börsch, die Ehefrau des Rot-Weiß-Vorsitzenden Heinz Börsch. Mit dabei: der gemeinsame Sohn Richard, der am 30. April drei Jahre alt wird. Richard in seinem roten TK-Jäckchen und mit seiner blauen Käppi ist gerade erst von seinem Mittagsschläfchen erwacht, braucht noch ein wenig Zeit, um mitzumachen. Die gute Jugendarbeit bei dem Verein mit seinen insgesamt rund 500 Mitgliedern und sieben Tennisplätzen hat sich herumgesprochen. Auch einige Sponsoren helfen tatkräftig mit. So wurden gerade 65 Kindern und Jugendlichen neue T-Shirts und Kapuzenpullis überreicht. Nach den drei Schnupperstunden können die Eltern dann entscheiden, ob Tennis was für ihre Kinder ist. Gehören die Eltern nicht dem Verein an, ist dann ein Jahresbeitrag von 100 Euro zu zahlen, sonst 60. Hinzu kommt für den Bambini-Bereich eine Trainingsgebühr, die in der Regel, einmal wöchentlich, in der Freiluftsaison weitere 100 Euro beträgt.

Quelle: RP
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