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Lokalsport
"Texas" kickt beim Budenzauber für die Uerdinger

Hallen-Fussball. Der Brasilianer Daniel Teixeira verstärkt am 9. Januar das Team der blau-roten Legenden. Heute ist er Spielervermittler. Von Heinrich Löhr

Die Nationalspieler, die die Uerdinger im Laufe ihrer langen und erfolgreichen Vereinsgeschichte hervor gebracht haben, spielten ausnahmslos im defensiven Bereich. Paul Hahn, Matthias Herget und Holger Fach überragten auf der Position des Liberos, Wolfgang Funkel war zu seiner Zeit einer der besten Vorstopper.

Dabei trugen auch sehr erfolgreiche Stürmer das blau-rote Trikot. Es war das Uerdinger Jersey, in dem Manfred Burgsmüller Anfang der siebziger Jahre zum ersten Mal deutschlandweit auf sich aufmerksam machte. Später folgten der Schwede Jan Mattsson, Stefan Kuntz, der als Bundesligatorschützenkönig 1986 nach Krefeld wechselte oder auch der Schweizer Stéphane Chapuisat, der -von Felix Magath geholt - seine erste Bundesligaluft in der Grotenburg schnupperte, ehe er mit Borussia Dortmund die Champions League gewann. Da stellt sich die Frage, wer der erfolgreichste Uerdinger Angreifer aller Zeiten ist und der Name des Gesuchten befindet sich seltsamerweise nicht unter diesen zuvor genannten Prominenten. Er ist Brasilianer, aber es nicht Ailton, dessen Engagement 2009/2010 in der Rückschau doch eher marketingmotiviert gesehen werden muss. Es ist Daniel Teixeira. Von Juli 1999 bis Anfang 2001 spielte der heute 47-jährige Brasilianer für die Blau-Roten und erzielte in 55 Pflichtspielen nicht weniger als 45 Tore. Das entspricht einer Quote von sagenhaften 82 %. Zweiter in diesem Ranking ist Burgsmüller mit einer Quote von 76%, dann folgt Mattsson mit 58%. Eine fünf vorne stehen haben auch die Kultstürmer Christian Knappmann (51%) und Regjep Banushi (52%).

Ob Texas - so sein Spitzname - auch heute noch so treffsicher ist, davon kann man sich bei der zweiten Auflage des Krefelder Budenzaubers am 9. Januar überzeugen. Friedhelm Funkel, dessen eigene Quote im Uerdinger Trikot 30% beträgt, ist es nämlich gelungen, Teixeira für seine Uerdinger Legenden zu gewinnen (RP berichtete). Dazu reist Teixeira eigens aus seiner brasilianischen Heimat in Belo Horizonte, wo er heute als Spielervermittler arbeitet, an. Das freut im Übrigen nicht nur seine Fans beim KFC sondern auch die, die er bei Union Berlin hat. Mit dieser Mannschaft stand er - von Uerdingen ausgeliehen - 2001 im mit 0:2 gegen den FC Schalke 04 verlorenen Pokalfinale. Zum Ende seiner Karriere - von 2005 bis 2007 -spielte er noch einmal für die Köpenicker und spätestens jetzt erlangte er dank seiner 29 Tore in 50 Partien im Stadion An der Alten Försterei absoluten Kultstatus. Er bekam ein Abschiedsspiel und arbeitete noch zwei Jahre im Marketing von Union, ehe er in seine brasilianische Heimat zurück kehrte. Mit Berlin verbindet Teixeira eine weitere fußballerische Großtat. 7:1 gewannen die Uerdinger - mit Trainer Jos Luhukay - am 12. August 2008 bei Tennis-Borussia Berlin (mit Trainer Mirko Slomka) und allein fünf Tore steuerte Teixeira bei. Das hat bis heute kein weiterer Uerdinger Spieler in einem Ligaspiel geschafft.

Quelle: RP
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