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Lokalsport
Tour der France rollt an Krefeld und den Kreis Viersen vorbei

Kempen. Die 104. Auflage des berühmtesten Radrennens der Welt führt am 2. Juli von Düsseldorf über Meerbusch, Neuss, Karst und Mönchengladbach nach Belgien Von H.-G. Schoofs

Auch wenn in Krefeld die Verantwortlichen der Interessengemeinschaft "IG TdF KR 17" und Vertreter vieler Kommunen im Kreis Viersen gestern kurz nach 12 Uhr vor dem Fernseher mit großer Spannung auf den Streckenverlauf der Tour de France 2017 warteten, wussten sie eigentlich schon, dass ihre Bemühungen, Krefeld und den Kreis Viersen als Durchfahrtsetappe zu gewinnen, umsonst waren. Von Düsseldorf, am 1. Juli 2017 Startort des berühmtesten Radrennens der Welt, führt am nächsten Tag die zweite Etappe über Meerbusch, Neuss, Kaarst, Mönchengladbach und durch den Kreis Heinsberg zum Ziel nach Lüttich (Belgien) "Das ist für unsere Stadt und alle sportbegeisterten Krefelder eine Enttäuschung", erklärte Uli Cloos, Leiter des Fachbereichs Marketing und Stadtentwicklung.

Krefelds lebende Radsportlegende "Hennes" Junkermann, achtmaliger Tourteilnehmer, zeigte sich enttäuscht: "Ich hatte gehofft, ich kann die Tour einmal in Krefeld erleben. Da hätten mir die Organisatoren in Paris eine große Freude machen können. Aber heutzutage spielt das wohl keine Rolle mehr, sondern nur das Geld." Ganz umsonst soll die Marketingaktion aber nicht gewesen sein. In der Woche nach der Tour de France wollen Kölker und Stümges ein "Nachtour-Kriterium" durch die Krefelder Innenstadt organisieren. Die Organisatoren hoffen, dass die 23 Sponsoren, die bereits ihre Zusage für die insgesamt 30 000 Euro gaben, auf dem Rad bleiben und auch die Planungen für das Spektakel kurz nach der Tour unterstützen.

Auch im Kreis Viersen ist die Enttäuschung groß. "Leider wurden wir nicht berücksichtigt. Alle Bewerberkommunen und auch die Vertreter des Kreises Viersen sind sehr enttäuscht", sagte Martina Baumgärtner, Prokuristin der Invest Region Viersen und Geschäftsführerin der Niederrhein Tourismus GmbH, kurz nach der Bekanntgabe. Bei ihr liefen alle Bemühungen der Bewerberkommunen Niederkrüchten, Schwalmtal, Brüggen, Nettetal und Kempen zusammen. "Wir hätten die Region gerne vertreten. Es ist sehr schade, dass es nicht geklappt hat", so Martina Baumgärtner weiter. Besonders die Kempener Radsportfans hatten sich gefreut, da in diesem Jahr schon der traditionelle Radklassiker "Rund um die Burg" ausgefallen ist.

Quelle: RP
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