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Lokalsport
Turnerschaft-Frauen fehlt es nicht an der Moral

Nordrheinliga. Handball: Um aber zu einem Erfolg in der Saison zu kommen, muss bei den St. Töniserinnen der Abwehr stabiler werden Von Marcel Püttmanns

Recht zu behalten, ist in vielen Fällen ein erhabenes Gefühl. Die Verantwortlichen der Turnerschaft St. Tönis hätten sich hingegen in Bezug auf den Saisonstart in der Nordrheinliga gerne geirrt. "Das knallharte Auftaktprogramm in den ersten Wochen könnte uns einen beschwerlichen Start einbringen. Selbst ein 0:8 an punkten darf nicht vollkommen ausgeschlossen werden. Die Kunst wird dann darin liegen, stets die Ruhe zu bewahren", prognostizierte Trainerin Miriam Heinecke ihren Schützlingen schon im Vorfeld der Spielzeit. Bei 0:8 stehen die St. Tönsierinnen aktuell zwar noch nicht, aber in den ersten beiden Begegnungen musste die Turnerschaft bereits ein wenig Lehrgeld bezahlen. Und der Spielplan bleibt weiterhin unerbittlich. Mit dem Duell beim TV Strombach (Sa. 18 Uhr) wartet die nächste Herkulesaufgabe auf das derzeitige Schlusslicht.

Die Gastgeberinnen überrollten zuletzt Lank (31:23) und Walsum-Aldenrade (34:25) regelrecht. Zwei Konkurrenten, die in der vergangenen Saison vor der Turnerschaft platziert waren und gegen die es in insgesamt vier Vergleiche lediglich einen Sieg gab. Mehr Anhaltspunkte für die Qualität des Teams aus Gummersbach bedarf es wohl nicht. Strombachs Übungsleiterin Meike Neitsch lobte ihre Mannschaft nach dem perfekten Start fast überschwänglich: "Natürlich gibt es im Sport immer noch Steigerungspotenzial. Aber was meine Spielerinnen vor allem gegen Lank gezeigt haben, war schon sehr beachtlich."

Um einen Weg zum Erfolg zu finden, muss bei den St.Töniserinnen in erster Linie in der Defensive stabiler stehen. Trotz der zweifelsohne vorhandenen Klasse der bisherigen Gegner, die bisher 71 kassierten Treffer sind schlichtweg zu viel. Gegen Köln gelang es nur selten, die schnellen und wendigen Angreiferinnen im Eins-gegen-Eins zu stoppen. Zu leicht bahnten sich die Kölnerinnen einen Weg durch die 6:0- Deckung. Schlagkräftige Impulse aus der Abwehr heraus sind zudem unerlässlich für das in der Vergangenheit starke Umschaltspiel der St. Tönsierinnen. Führt die erste und zweite Welle am gegnerischen Kreis nicht zum Erfolg, fehlt dem Angriff mitunter die Effizienz. Aus dem Rückraum wurden zuletzt zu wenig leichte Tore erzielt. Auch die Außen hätten in der Partie gegen Köln ruhig des öfteren mit einbezogen werden können. Dennoch waren 28 eigene Treffer ein achtbare Wert. Vor allem Rabea Brüren, Doreen Topel und Lena Beckers versuchten unermüdlich den dichten Abwehrriegel der Gäste aufzubrechen. An der Einstellung und Moral der Turnerschaft gab es ohnehin nichts zu bemängeln. Und die dürfte auch gegen Strombach wichtig sein.

Quelle: RP
 
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