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Fußball
TuS bei Spitzenreiter Neuss zu Gast

Die Jeschke-Auswahl wartet im neuen Jahr noch immer auf den ersten Sieg. In Neuss ist der TuS nur Außenseiter. Der VfL Tönisberg möchte den dritten Sieg in Folge einfahren. Vor dem Spiel in Wesel steht aber ein Fragezeichen hinter Tebart und Yigitkurt. Von Uwe Worringer

Sieben Tore und sechs Punkte aus zwei Spielen – die Ausbeute des VfL Tönisberg im Jahr 2010 verlief optimal und katapultierte die Auswahl von Michael Kremers in Gruppe 3 auf den sechsten Platz. Sonntag soll beim PSV Wesel-Lackhausen möglichst der dritte Sieg in Folge eingefahren werden. Und die Vorzeichen stehen nicht schlecht. Denn während sich die Gäste in guter Verfassung präsentieren, scheint beim Aufsteiger derzeit mächtig Sand im Getriebe zu sein. Beleg dafür war die 1:7-Klatsche gegen Hamborn 07. Dazu wurde bekannt, dass Trainer Franz Raschid zum Saisonende abgelöst wird und zwei Leistungsträger den Klub verlassen, die beim VfL Rhede anheuern. Das alles sollte die VfL-Kicker aber nicht dazu verleiten, den Gastgeber zu unterschätzen. Erstens gab es dank dieser Einstellung schon mehrfach eine Ohrfeige – vor allem auswärts –, und Zweitens gewann der Aufsteiger das Hinspiel 1:0. Eben diese Tatsache sieht auch Kremers als Warnung an seine Mannschaft: "Wir müssen sicher die Kampfstiefel anziehen, um uns revanchieren zu können. Aber ich denke, so was wie im Hinspiel sollte uns nicht nochmal passieren." In den Optimismus mischen sich aber auch Sorgen. Denn ausgerechnet hinter den Einsätzen von Björn Tebart (Gruppe) und Gülbey Yigitkurt (angeschlagen) stehen Fragezeichen. Beide spielten gegen den 1. FC Bocholt eine (spiel)entscheidende Rolle. Weiterhin nicht von der Partie sind Oliver Terhoeven und Keeper Robin Bertok.

Auch der TuS Bösinghoven ist im neuen Jahr noch ungeschlagen. Was so positiv klingt, brachte den Aufsteiger in seinen beiden Auftritten aber nicht voran. Beide Partien endeten Unentschieden, so dass die Mannschaft von Trainer Wolfgang Jeschke mit Blick auf die Abstiegszone keinen größeren Abstand herstellen konnte. Nicht nur deshalb wird es Zeit, wieder einmal einen Dreier zu landen. Denn wenn das mittelfristig nicht gelingt, könnte der Kampf gegen den Abstieg auch ein Nervenspiel werden. Für die Jeschke-Auswahl ist dies nach erfolgreichen Jahren eine ungewohnte Situation. Ob es am Sonntag zum erhofften Sieg reicht, bleibt abzuwarten. Denn die Mannschaft fährt sicher als Außenseiter zum Spitzenreiter VfR Neuss. Gerade diese Konstellation will sich Jeschke aber zu Nutze machen: "Was kann uns schon passieren? In diesem Spiel kann man nur gut aussehen und gewinnen." Allerdings fährt sein Team nicht nach Neuss, um die Punkte kampflos abzugeben: "Wir werden versuchen mitzuhalten und dann sehen, was dabei für uns heraus kommt." Gegen den meist mit einer Spitze operierenden Tabellenführer wird Jeschke seine Elf, in der lediglich die Langzeitverletzten fehlen, auf jeden Fall "tiefer stehen" lassen. Möglicherweise ergeben sich auch Räume, um die Mannschaft von Trainer Jörg Ferber in Verlegenheit zu bringen. Mit Einem muss der TuS rechnen: Der VfR gehört zu jenen Teams, die sich nie aufgeben. Wie jüngst in Hilden, als der VfR noch einen 1:3-Rückstand wettmachte.

Quelle: RP
 
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