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Lokalsport
TV Vorst baut auf die Leistungsträger

Oberliga. Handball: Der neue Trainer Ron Andrae ist in dem familiären Umfeld des Vereins sehr gut aufgenommen worden. Bei der Vorbereitung auf die neue Saison konnte er oft nur mit kleinen Gruppen trainieren. Morgen Auftakt in Remscheid. Von Marcel Püttmanns

Der TV Vorst ist weitläufig für sein familiäres Umfeld bekannt. Ein Großteil der Spieler und Verantwortlichen sind seit gefühlten Ewigkeiten eng mit dem Verein verwurzelt, die Anhänger halten eisern zu ihren Schützlingen. Die Fluktuation im Kader und auf der Führungsebene ist zumeist gering, da könnte eine neuer Trainer schon einmal etwas argwöhnisch betrachtet werden. Nicht so im Fall von Ron Andrae, der im Juni das Vorster Urgestein Dirk Heghmanns an der Seitenlinie ablöste. "Die Eingewöhnung war vollkommen vorbehaltlos. Ich kann definitiv sagen, dass ich gut in Vorst angekommen bin. Die Kooperation mit dem Vorstand und den anderen Mannschaften stimmt hundertprozentig", berichtet der Übungsleiter, der in den ersten Monaten nach seinem Amtsantritt gerne noch wesentlich mehr angepackt hätte. "Leider lief die Vorbereitung in einigen Punkten eher suboptimal. Der ohnehin kleine Kader wurde durch Schichtdienste einzelner Spieler oder manche Verletzung weiter ausgedünnt, so dass wir in der Regel nur in kleinen Gruppen oder individuell arbeiten konnten. Im konzeptionellen Bereich werden wir dann erst im Laufe der Saison wirklich intensiv trainieren können", sagt Andrae.

Gerade in den ersten Partien wird es demnach umso mehr auf die altgedienten Leistungsträger ankommen. Allen voran auf Andreas Bröxkes und Pascal Mertens, die nach den schmerzlichen Verlusten von Lukas Schuffelen und Maik Tötsches gefordert sind. "In dieser Hinsicht mache ich mir wenig Sorgen. Beide wirken hoch motiviert und nehmen ihre Führungsrolle vollends an, die ja auch nicht ganz neu ist. Zudem übernehmen Richard Kreilein und Andreas Sufryd viel Verantwortung", bleibt der neue Coach bei diesem Thema gelassen. Insbesondere auf Sufryd wartet in den nächsten Monaten ein Spezialaufgabe. Die Allzweckwaffe der Grün-Weißen soll zukünftig im Rückraum rechts agieren, und macht dies ersten Eindrücken zufolge sehr ordentlich. Reichhaltige Alternativen gibt es sowieso nicht. Da geeignetes Personal nicht allein wegen der guten Luft nach Vorst wechselt, haben es die Verantwortlichen traditionell schwer, vielversprechende Verstärkungen zu akquirieren. "Jammern hilft nicht. Wir haben trotz der Abgänge ein talentiertes Team, das überdies jede Menge Erfahrung vorzuweisen hat. Zudem machen die Jungs aus der zweiten Mannschaft einen tollen Job. Tobias Jurich kann mittelfristig ein wichtiger Eckpfeiler in unserer Deckung werden, Jan Nilles sprüht vor Elan und Marcel Schuffelen hat in den Testpartien bereits seine Torgefährlichkeit nachgewiesen", lobt Andrae.

Am ersten Spieltag (Sa. 18.30 Uhr) geht die Reise für die Grün-Weißen zur HG LTG/HTV Remscheid, dem letztjährigen Tabellendritten aus der Verbandsliga Gruppe zwei. "Wir erwarten ein Duell auf Augenhöhe. Angesichts der Tatsache, dass am zweiten Wochenende schon die Adler Königshof nach Vorst kommen, wäre ein Erfolgserlebnis sicherlich nicht verkehrt. Unabhängig vom schweren Auftaktprogramm halte ich auf die gesamte Saison gesehen einen gesicherten Mittelfeldplatz für realistisch, sofern wir weitestgehend von Verletzungen verschont bleiben", sagt der Übungsleiter.

Quelle: RP
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