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Lokalsport
TV Vorst fährt zum Kellerduell nach Lobberich

Oberliga. Handball: Der Aufsteiger will beim Nachbarn unbedingt punkten. Abteilungsleiter Zimmermann feiert ein Comeback Von Marcel Püttmanns

Charaktertest bestanden, Textilprobe nicht. Im Gegensatz zu den Trikots, die sich im vergangenen Heimspiel gegen Mettmann-Sport als wenig widerstandsfähig erwiesen, behielt der TV Vorst in der Schlussphase trotz Rückstand die Nerven und erarbeitete sich zumindest einen Zähler (26:26). Bleibt nur die Frage: Wann werden die engagierten Leistungen endlich mit dem ersten Sieg belohnt? "Niemand kann uns mangelnden Einsatz attestieren. Wir betreiben einen immens hohen Aufwand. Alles fühlt sich zurzeit sehr mühselig an. Jeder Treffer, jeder Zentimeter des Feldes muss aktuell strapaziös erkämpft werden", sagt Trainer Ron Andrae, der zuletzt selbst alle Register zog, um seinem Team in der Offensive zu mehr Durchschlagskraft zu verhelfen. In einigen Szenen agierte der Übungsleiter mit einem zusätzlichen Feldspieler und zwang seine beiden Torhüter ein ums andere Mal zu sehenswerten Sprints. "Wir mussten einfach alles probieren. Es ist ja gut gegangen", schmunzelt der neue Vorster Coach. Im Hinblick auf das kommende Wochenende darf sich Andrae wortkarg geben. Ein Blick auf die Tabelle reicht aus, um die Wichtigkeit der Partie beim TV Lobberich (Sa. 19.30 Uhr) zu untermauern. Letzter gegen Vorletzter, eine Niederlage wäre für beide Teams nicht allein rein punktetechnisch, sondern vor allem moralisch schwer zu verdauen. "Wir müssen in Lobberich was holen. Egal wie", betont Andrae. Unterstützung erhalten die Grün-Weißen von ihrem Abteilungsleiter Thorsten Zimmermann, der am Samstag noch einmal auf das Feld zurückkehren wird. Zimmermann dürfte allein aufgrund seiner Führungsqualitäten ein Gewinn für die Vorster sein. Improvisieren müssen auch die verletzungsgeplagten Gastgeber. Bei der bitteren Auswärtsniederlage in Oppum (22:25) standen lediglich sieben Akteure aus dem Oberliga-Kader zur Verfügung. Ergänzt wurde das Team durch Spieler aus der "Zweiten". Eine Situation, die bei den Grün-Weißen ebenfalls hinlänglich bekannt ist. Das Schicksalsspiel wird demnach vermutlich auch eine Frage der Kraft sein.

Die erste Mannschaft der Adler Königshof fährt am Sonntag als souveräner Tabellenführer nach Wesel. Die zweite Halbzeit gegen Aufderhöhe macht viel Mut für die Zukunft. Der letztlich souveräne Sieg im Spitzenspiel gegen den TSV Aufderhöhe und die gleichzeitige Niederlage des TV Angermund hatte der ersten Mannschaft der Adler Königshof eine mittlerweile durchaus komfortable Tabellenführung eingebracht.

Quelle: RP
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