| 00.00 Uhr

Lokalsport
TV Vorst hat es wieder selber in der Hand

Verbandsliga. Handball: Nach dem 25:23-Derbysieg gegen Königshof II gilt es den vierten Tabellenplatz zu halten. Von Marcel Püttmanns

War der Erfolg im Derby gegen Adler II für den TV Vorst ein Schlüsselerlebnis? Gut möglich, dass die Grün-Weißen auf den 20. Spieltag der Verbandsliga in einer späteren Nachbetrachtung überaus freudig zurückblicken werden. Dank der artig liegengelassen Punkte der direkten Konkurrenz und dem eigenen hart erkämpften Sieg in Königshof (25:23), haben die Vorster als neuer Tabellenvierter nun wieder selbst alle Trümpfe in der Hand. Es besteht demnach durchaus Grund zur Hoffnung, dass die Partie bei den Adlern den für den Endspurt nötigen Hallo-Wach-Effekt lieferte. In jedem Fall haben die Grün-Weißen einen echten Charaktertest bestanden.

Die Erleichterung darüber war den Akteuren unmittelbar nach Spielschluss deutlich im Gesicht abzulesen. Trotz eines miserablen Starts, mit langen sieben Minuten bis zum ersten eigenen Treffer, und eines zwischenzeitlichen Vier-Tore-Rückstands im zweiten Durchgang, fanden die Vorster Mittel und Wege, die Begegnung doch noch erfolgreich zu gestalten. "Wir haben uns irgendwie durchgebissen. Das war kollektiv ein kämpferisch einwandfreier Auftritt. Die Adler waren ein starker Herausforderer", sagt Trainer Dirk Heghmanns.

Bei all der Freude über die geschlossene Mannschaftsleistung dürfen zwei Spieler gut und gerne gesondert hervorgehoben werden. Andreas Bröxkes hatte den grippalen Infekt der Vorwoche offenkundig gut verkraftet und trug phasenweise die komplette Last des Toreschießens auf seinen Schultern. Die Treffsicherheit des Routiniers ist aktuell umso wichtiger, da mit Maik Tötsches ein weiterer Aktivposten ein klein wenig Ladehemmung hat. Tötsches, rein von der Athletik und Dynamik womöglich talentiertestes Teammitglied, fehlt derzeit das Glück im Abschluss. Ob Pfosten, Latte oder auch mal das Gesicht des Torhüters, in den jüngsten Partien war alles dabei. Neben Bröxkes war Torwart Lukas Haas zuletzt ein entscheidender Erfolgsgarant. Im Derby in der zweiten Hälfte eingewechselt, entschärfte der Keeper mit gewohnt stoischer Ruhe einige gefährliche Situationen. Am Samstag (19.30) empfangen die Grün-Weißen die HSG Mülheim, die aus rein tabellarischer Sicht wenig Schrecken verbreitet, nach drei Siegen in Serie aber mit reichlich Rückenwind nach Vorst reisen wird.

Quelle: RP
Diskussion
Ihre Meinung zum Thema ist gefragt

Schreiben Sie jetzt Ihre Meinung zu:

Lokalsport: TV Vorst hat es wieder selber in der Hand


Beachten Sie dabei bitte unsere Regeln für Leserkommentare.