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Lokalsport
TV Vorst ist in Lank wie ausgewechselt aufgetreten

Handball-Verbandsliga. Die Stimmung bei den Handballern des TV Vorst war in den jüngsten Tagen getrübt. Zwei eher klägliche Auftritte in Moers und zu Hause gegen Oppum in den Knochen, das schwere Auswärtsspiel beim TuS Treudeutsch Lank vor der Brust. Die Aussichten vor dem Jahreswechsel hätten wahrlich verlockender sein können. Aber siehe da, die Grün-Weißen zeigten sich unter der letzten Woche in einigen Gesprächen einsichtig und gehen mit einem klaren Ausrufezeichen in die Winterpause. Der überzeugende 28:19 (15:9)-Erfolg in Lank enthält die unmissverständliche Botschaft, dass mit den Vorstern nach wie vor zu rechnen ist. "Wir sind wie ausgewechselt aufgetreten", freute sich Trainer Dirk Heghmanns. Womöglich holten sich die Grün-Weißen am Freitagabend beim 32:20-Pokalerfolg in Kempen die nötige Selbstsicherheit. "Eine bessere Trainingseinheit hätten wir nicht haben können", schmunzelt der Übungsleiter, und ergänzt: "Wir hatten somit die Möglichkeit, unter ernsthaften Bedingungen einige Abläufe und Konzepte einzustudieren. Beispielsweise haben wir es schon in Kempen mit der bei uns selten bevorzugten 6:0- Deckung probiert." Von Marcel Püttmann

In dieser Abwehrvariante sollte ein Tag später der Schlüssel zum Sieg liegen. Mit einem überragenden Mittelblock um Lukas Schuffelen und Andreas Sufryd, die zahlreiche Angriffsversuche der Lanker blockten und viele Anspiele an den Kreis frühzeitig unterbanden, dominierten die Vorster das Verfolgerduell von Beginn an mit ihrer kompromisslosen Defensivarbeit. Den Hausherren fehlten sichtbar gewinnbringende Ideen, um den kompakten Abwehrriegel zu durchbrechen. Mit dem beruhigenden Wissen, dass hinten nichts anbrennt, agierten die Grün-Weißen auch in der Vorwärtsbewegung mit der nötigen Ruhe. Entgegen dem Trend der letzten Partien wurden die Angriffe überlegt ausgespielt und eine clevere Wurfauswahl getroffen. Somit gab es zu keinem Zeitpunkt der Begegnung eine Phase, in der die Gäste auch nur ein wenig wankten. "Dies war fraglos unsere bislang beste Saisonleistung. Jeder Einzelne hat seine Leistung abgerufen. Die mannschaftliche Geschlossenheit war vorbildlich", bilanzierte Heghmanns überaus zufrieden. Dank des verdienten Erfolges rückten die Vorster in der Tabelle der Verbandsliga zumindest kurzzeitig auf den vierten Rang vor. Eine Platzierung, die nun doch wieder etwas versöhnlicher stimmt und ein erstes Zwischenfazit aufbessert. "Insgesamt verlief die Spielzeit bis hierhin durchwachsen. Unsere Leistungen können am besten als schwankend bezeichnet werden. Mit häufigeren Darbietungen wie jetzt in Lank würden wir uns eindeutig um einen Platz ganz oben bewerben. Aufgrund unserer herausragenden Individualisten hätten wir zweifelsfrei das Potenzial dazu", sagt der Ur-Vorster. Nach den Feiertagen geht es für die Grün-Weißen mit einem Heimspiel gegen den zuletzt formstarken TV Geistenbeck weiter.

TV Vorst: Haas, Keusen - Bröxkes (9/2), Nilles (4), Kreilein (1), Tötsches (5), Mertens (5), Imöhl (1), Schuffelen, Sufryd (1), Dohmen (1), Wieser (1), Schißler

Quelle: RP
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