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Lokalsport
TV Vorst: Wieder Unentschieden gegen Wesel

Oberliga. Handball: Zum dritten Mal in Folge gab es bei einem Meisterschaftsspiel zwischen beiden Mannschaften keinen Sieger. Nach einer Dreitore-Führung zur Halbzeitpause vergab das Team von Trainer Ron Andrae in Halbzeit zwei zu punkten. Von Marcel Püttmanns

Eigentlich könnten sich der TV Vorst und die HSG Wesel die jeweilige Anreise sparen und sich im Voraus auf eine Punkteteilung verständigen. Zum dritten Mal in Folge endete der Vergleich der beiden Teams mit einem Remis. Statt wie in der Vorsaison mit 23:23 einigten sich die Aufsteiger am Samstagabend diesmal auf ein 25:25 (14:11) Unentschieden. Für die Grün-Weißen fällt die Deutung dieses Resultats zwiespältig aus. Immerhin holten die Vorster im vierten Saisonspiel den ersten Zähler, prinzipiell wäre allerdings deutlich mehr drin gewesen.

Ohne die beruflich verhinderten Lukas Haas und Christoph Dohmen starteten die Hausherren engagiert in die Begegnung und waren gleich darum bemüht, die Kontrolle zu übernehmen. Torjäger Andreas Bröxkes unterstrich die Ambitionen der Vorster gleich einmal mit einem Gewaltwurf in den Winkel zum 1:0. Wesel wirkte in der Anfangsphase ein wenig konfus und lud die Gastgeber durch zahlreiche technische Fehler zu einfachen Treffer ein. Diese nahmen dankend an und wähnten sich früh auf dem richtigen Weg (6:3). In der Folge agierten die Gäste dann jedoch stabiler in der eigenen Defensive und zeigten, warum sie zu den undankbareren Gegnern gehören. Eingeigelt in der kompakten 6:0 Deckung mit einem starken Torhüter fehlten den Grün-Weißen durchschlagende Ideen im Positionsspiel. "Hier ist es uns zu selten gelungen Angriffe konsequent vorzubereiten", sagte Trainer Ron Andrae. Wie ein solch massiver Abwehrblock geknackt werden kann, demonstrierten Pascal Mertens und Richard Kreilein im perfekten Zusammenspiel. Überhaupt zählte gan vorderster Front agil kämpfende Kreilein zu den auffälligsten Akteuren auf dem Feld. Der Kreisläufer traf sogar aus dem Rückraum.

Die Dreitore-Führung zur Halbzeit war aufgrund der kämpferisch tadellosen Leistung durchaus verdient. Als Sören Imöhl zwei Minuten nach dem Seitenwechsel zum zwischenzeitlichen 16:12 traf, schien endgültig alles nach Plan zu laufen. Allerdings verpassten die Vorster den finalen Knockout. Zu viele Fahrkarten aus dem Rückraum ermöglichten Wesel eine Aufholjagd, die in einer stets spannenden, aber nicht unbedingt ansehnlichen Schlussphase gipfelte. Zahlreiche Unterbrechungen und einige diskussionswürdige Schiedsrichterentscheidungen prägten das Bild im Endspurt. 40 Sekunden vor dem Schlusspfiff hielt Torhüter Florian Knetsch seine Farben mit einer tollen Parade in der Partie. Im direkten Gegenzug verpasst dann Bröxkes den erhofften Siegtreffer. " In den letzten Szenen hätte alles passieren können, so dass wir mit dem einen Punkt leben müssen", bilanzierte Andrae nach Schlusspfiff.

Quelle: RP
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