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Lokalsport
Über den Wolken

Lokalsport: Über den Wolken
Bei "Big Air" geht es für den Krefelder Marius Hoppe darum, Manöver in maximaler Höhe auszuführen. FOTO: KS
Kempen. Marius Hoppe betreibt seit fünf Jahren Kiteboarding. Seinem Hobby zuliebe zog der Krefelder nach Teneriffa und eröffnete dort einen Kitestore. Jetzt wurde er Fünfter beim World Cup vor Fuerteventura. Von Oliver Schaulandt

Nein, so richtig froh war Marius Hoppe sicherlich nicht. Der gebürtige Krefelder hat zwar beim World Cup der Kitesurfer, der jetzt vor Fuerteventura ausgetragen wurde, den fünften Platz belegt, doch vielleicht wäre für ihn sogar noch mehr drin gewesen. Denn: Mangelnde Wind machten den Sportlern auf der Kanareninsel inmitten des atlantischen Ozeans ziemlich zu schaffen. Das hatte zur Folge, dass an den letzten drei Tagen des Wettbewerbs der Wind immer nur kurzzeitig wehte, so dass immer nur wenige Läufe gefahren werden konnten. Und das wiederum reichte nicht, um den Wettbewerb zum Ende zu bringen und eindeutige Sieger zu ermitteln.

Marius Hoppe war der einzige Deutsche, der beim Fuerteventura World Cup antrat. Er gilt als einer der besten Big Air Kitesurfer der Welt. Vor knapp fünf Jahren flog der gebürtige Krefelder mit seinem Vater nach Teneriffa, um sich im Kiteboarding zu versuchen. Damals war Marius Hoppe noch Auszubildender. Schon die ersten Tage auf dem Wasser begeisterten ihn so sehr, dass es kein Jahr dauerte, bis Hoppe seinen Wohnsitz dorthin verlagerte und sein Leben dem Sport widmete. Zunächst unterrichtete er in einer Kiteschule, kurz darauf eröffnete er unter seinem Namen einen Kitestore, der auch Kurse anbietet.

Seine Platzierung vor Fuerte war unter den Top 5 - dabei nimmt Marius Hoppe zum ersten Mal an der VKWC (Virgin Kiteboard World Championship) Tour teil, aus der am Ende der Saison der Weltmeister hervorgeht. Bei "Big Air", was in 2015 zum ersten Mal als offizielle Disziplin der Weltmeisterschaft gewertet wird, geht es darum, Manöver in maximaler Höhe auszuführen. Die erste Qualifikationsrunde fand im März in Marokko statt: Von 54 Startern hatten 24 die Chance auf einen Platz der World Tour, Hoppe belegte dort den neunten Platz. Beim Contest in Tarifa kam er auf den dritten Platz. Unter den Top 3 zu landen war auch seine Ambition für den Fuerteventura World Cup sowie seine Gesamtwertung auf der World Tour 2015. Das wäre auch möglich gewesen - wenn eben der Wind nicht wäre. Denn nach dem Einzug ins Halbfinale durch einen Sieg gegen den Spanier Javier Fernández fielen Halbfinale und Finale den ungünstigen Windbedingungen zum Opfer und wurden nicht ausgetragen. Dementsprechend erhielt Hoppe keine Platzierung und liegt damit im Gesamtranking nach wie vor unter den Top 5.

Für das kommende Jahr plant der Marius Hoppe übrigens ein ganz besonderes Projekt: eine Big Air Session auf dem Rhein, mit dem Kölner Dom als Kulisse seiner spektakulären Stunts.

Quelle: RP
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