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Lokalsport
Verletzungen schwächen die HSG Krefeld

Dritte Liga. Handball: Die HSG empfängt am Samstag den Zweitligaabsteiger TSV Bayer Dormagen. Mit dabei ist Neuzugang Christian Rommelfanger. Von Sven Schalljo und Oliver Schaulandt

Wenn am Samstag ab 19.30 Uhr die HSG Krefeld den TSV Bayer Dormagen zum Heimspiel in der Königshofer Sporthalle empfängt, dann ist es ein Spiel zweier Teams, die sich punktemäßig absolut auf Augenhöhe befinden. Die Krefelder haben aktuell, bei dem noch ausstehenden Nachholspiel gegen Gummersbach in der Hinterhand, zwölf Zähler auf dem Konto und liegen auf Rang sieben, der Gast kommt als Vierter mit 16 Punkten in die Seidenstadt.

Entsprechend erwartet das Team von Trainer Olaf Mast ein enges Spiel und ein harter Kampf um die Punkte, den aber in jedem Falle auf- und angenommen werden soll. Trotzdem dürfte Dormagen in dem Lokalderby aber in seiner Eigenschaft als Zweitligaabsteiger, der den Kader aus der Vorsaison auch weitgehend beisammen gehalten hat, durchaus als leicht favorisiert anzusehen sein. Dies umso mehr, als die HSG derzeit mit ernsten und vielen Verletzungsproblemen zu kämpfen hat. Am Wochenende kam jetzt auch noch Michael Heimansfeld dazu, der sich einen Knorpelschaden zuzog. Das ist umso schwerwiegender, da im Rückraum mit Stephan Pletz bereits ein Spieler langfristig fehlt (ihm droht sogar das Karriereende) und der Kader ganz grundsätzlich eher schmal gehalten war. Wie lange die Ausfallzeit bei Heimansfeld letztlich sein wird, ist noch nicht abzusehen. Aktuell versuchen die Ärzte es mit einer konservativen Behandlung, also ohne Operation. Sollte dies erfolgreich sein, so hofft Trainer Olaf Mast vielleicht zu Beginn des neuen Jahres auf eine Rückkehr. Sollte aber am Ende doch eine Operation notwendig werden, so steht natürlich eine noch längere Ausfallzeit zu befürchten. Entsprechend sehen sich die Verantwortlichen derzeit auf dem Markt um und sind gestern fündig geworden: Christian Rommelfänger wird mindestens bis zum Jahresende, vielleicht sogar bis zum Saisonende für die HSG spielen - und könnte bereits heute Abend zum Einsatz kommen. Der 33 Jahre alte Neuzugang mit Zweitliga-Erfahrung, der im Rückraum links spielt und somit eine durch die Verletzungen quasi unbesetzte Position bei der HSG einnimmt, hatte eigentlich seine Karriere schon seit knapp zwei Jahren beendet, hat nun aber dem Werben der HSG nachgegeben. "Zur kommenden Saison werden wir unseren Kader deutlich größer aufstellen", kündigte gestern HSG-Manager Thomas Wirtz an und versprach, in den kommenden Wochen ersten Vollzug von gleich mehreren Zugängen zu melden.

"Problematisch ist für uns nach der Verletzung von Michael Heimansfeld natürlich vor allem die Deckung, wo er und Stephan Pletz eine große Lücke reißen. Da müssen jetzt die anderen Jungs in die Bresche springen. Trotzdem wollen wir gegen Dormagen unser Heimspiel gewinnen und zeigen, dass wir in die Spitzengruppe gehören", äußert sich Trainer Olaf Mast kämpferisch in Hinsicht auf das Wochenende.

Quelle: RP
 
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