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VfB gewinnt Abstiegsendspiel - St. Tönis steigt in die Bezirksliga ab

Lokalsport: VfB gewinnt Abstiegsendspiel - St. Tönis steigt in die Bezirksliga ab
Riesenjubel beim VfB Uerdingen: Durch den gestrigen Sieg im Abstiegsendspiel kann die Auswahl von Trainer Stefan Rex in der Relegation vielleicht doch noch in der Landesliga bleiben. FOTO: Thomas Lammertz
Landesliga. Fußball: Uerdingen gewinnt gegen Teutonia St. Tönis mit 2:1 und zieht noch an der Auswahl von Ronny Kockel vorbei. Für den VfB geht es in der Relegation gegen den FSV Vohwinkel Wuppertal weiter. Von Uwe Worringer

Als am Rundweg der Schlusspfiff ertönte, hatten die Uerdinger Spieler nur ein Ziel: Fabian Mertens. Der Keeper des VfB rettete Sekunden vor Spielende mit einem nicht alltäglichen Reflex den 2:1 (2:0)-Sieg gegen Teutonia St. Tönis, durch den sich die Gastgeber am letzten Spieltag in die Relegation retteten. Dabei startet der VfB am Mittwoch mit einem Heimspiel gegen den Tabellenzweiten der Bezirksliga Gruppe 2, FSV Vohwinkel Wuppertal. Groß war natürlich die Enttäuschung bei den Gästen, die bis zur letzten Minute um den Ausgleich kämpften. Auch bei Team-Manager Holger Krebs saß der Frust tief: "Das ist bitter. Wir haben 33 Spieltage nicht auf einem Abstiegsplatz gestanden. Leider hat uns heute das Quäntchen Glück gefehlt."

Die Gäste, denen ein Unentschieden gereicht hätte, wurden vor offiziell 300 Zuschauern kalt erwischt. Eine Flanke landete beim freistehenden Gürhan Ger, der zog im Sechzehner von halbrechts einfach ab und traf zum 1:0 (3.). Die Endspiel-erprobten Gastgeber zeigten in der Folge die bessere Körpersprache und kauften den Gästen damit in der ersten Halbzeit größtenteils den Schneid ab. Vor den Toren passierte auf beiden Seiten nicht viel, weil beiden Teams angesichts der Bedeutung des Spiels die nötige Ruhe fehlte. Dazu kamen einige kleine Scharmützel, die eventuell aufkommenden Spielfluss auf dem betongleichen Aschenplatz immer wieder unterbrachen. Obwohl für beide sehr viel auf dem Spiel stand, blieb es unterm Strich aber ein faires Duell, was auch an der unaufgeregten Spielleitung von Schiedsrichter Sebastian Bollman lag. Der zweite dicke Patzer der Kockel-Auswahl begünstigte das 2:0, das der allein gelassene Torjäger Andre Seidel aus spitzem Winkel erzielte (30.). Auch dieser Treffer schien nicht unhaltbar. Die Teutonen suchten ihr Heil zu häufig durch das Zentrum, wo es aber kaum ein Durchkommen gab und Alexander Haybach sich als Turm in der Schlacht erwies. Pech hatte Mike Grühn, dessen Freistoß am Querbalken landete (41.). Wenig später holte Kujtim Smakoli Ercan Sendag von den Beinen. Bollmann leistete sich in dieser Szenen den einzigen dicken Fehler, nicht auf Strafstoß zu entscheiden (44.).

Mit Beginn der zweiten Halbzeit nahmen die Gäste das Heft zunehmend in die Hand. Der VfB ließ nun nach, verteidigte mit Mann und Maus und lauerte auf Konter. Bonko Smoljanovic gelang schließlich der Anschlusstreffer (60.), und Burhan Sahin hatte kurz danach das 2:2 auf dem Fuß (68.). Richtig eng wurde es für den VfB aber erst wieder in der Schlussphase, als Teutonia noch zu guten Möglichkeiten kam, aber unter zweimal den Pfosten traf oder an Mertens scheiterte. VfB-Trainer Stephan Rex hätte sich das Zittern bis zum Schluss gerne erspart: "Wir hätten das 3:0 machen müssen. Ich denke aber, wir haben heute den größeren Willen gezeigt."

Quelle: RP
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