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Lokalsport
VfR Fischeln kassiert erste Niederlage

Oberliga. Fußball: Im Spitzenspiel gegen den SC Düsseldorf-West unterlagen die Krefelder mit 0:2 und mussten den Gästen die Tabellenführung überlassen. Gegen den kompakten Aufsteiger fand der VfR nur selten ein Durchkommen. Von Uwe Worringer

Die Siegesserie des VfR Fischeln ist gestoppt. Die Krefelder unterlagen nach vier Siegen in Folge im Oberliga-Spitzenspiel dem SC Düsseldorf-West mit 0:2 (0:1). Erstmals büßten die Krefelder damit die Tabellenführung ein, die der starke Aufsteiger aus Oberkassel übernahm. Die Niederlage nahm Co-Trainer Stephan Maas recht gelassen hin: "Mit dem Spiel können wir durchaus zufrieden sein. Mit dem Ergebnis natürlich nicht. Uns hat heute einfach das Glück gefehlt."

Am fehlenden Glück lag es aber nicht allein, sondern auch an einem geschickt und kompakt verteidigenden Gegner, der mit schnellem Spiel in die Spitze besonders in der ersten Halbzeit immer wieder Nadelstiche setzte. Der VfR brauchte einige Zeit, um sein gewohntes Kurzpassspiel ins Rollen zu bringen, blieb aber gegen das dichte Abwehrnetz zunächst über weite Strecken ohne den finalen Pass. Oft fehlte es an der Präzision, was sicher auch daran lag, dass mit dem fehlenden Emre Özkaya das zuletzt so effektive Angriffs-Quartett gesprengt war. Trainer Josef Cherfi verzichtete auf den 20-Jährigen, der unter der Woche krankheitsbedingt nicht trainierte.

Da es aus dem Spiel heraus kaum kein Durchkommen gab, versuchten es die Gastgeber aus der Distanz. Doch Kevin Breuer (10.), Burak Akarca (21.), Alexander Lipinski (28.) und nochmals Breuer (41.) scheiterten allesamt am guten SC-Schlussmann Fabian Koch. Das 0:1 resultierte aus einem der schnellen Gäste-Vorstöße. Abdelkarim Afkir war durchs Zentrum enteilt, und Halil Özceli hatte das Nachsehen (17.). Der VfR-Keeper verhinderte später das 0:2, als er reflexartig zur Stelle war (37.). Auf der Gegenseite lenkte Koch einen abgefälschten Schuss von Lipinski sehenswert über den Querbalken (38.).

Nach der Pause spielte eigentlich nur noch der VfR und schnürte die Gäste phasenweise ein. Chancen gab es auch, aber weder David Machnik (57.) noch Lipinski (62.) fanden nach geschicktem Zuspiel von Breuer den Weg ins Tor. Cherfi brachte mit Özkaya einen weiteren Angreifer und erhöhte damit den Druck auf den Gegner, der aber seine Grundordnung nie verlor. Dazu kam ihm entgegen, dass der VfR zu häufig eine Lösung in der Luft suchte, dort aber nicht zum Zuge kam. So waren viele Versuche schon im Ansatz zum Scheitern verurteilt.

Dem VfR musste man aber attestieren, bis zum Ende alles versucht zu haben. Denn besonders in der Schlussphase lag der Ausgleich noch in der Luft. Özkaya hatte Pech, dass sein Schuss an der Lattenoberkante endete (81.), und eine Ecke von Breuer kratzte Ryutaro Omote von der Linie (88.). Dazwischen verhinderte Özcelik die Vorentscheidung, als er gegen Simon Deuß siegreich blieb (87.). In der Nachspielzeit war es aber so weit - Tim Karvang war auf und davon und traf zum 0:2 (90.+). "Wir hätten heute noch zwei Spiele bestreiten können und dabei nicht getroffen. West hat aber auch gezeigt, dass es zu Recht oben steht", sagte Maas.

Quelle: RP
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