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Lokalsport
VfR Fischeln reist zum Verfolgerduell nach Schonnebeck

Oberliga. Fußball: Der Tabellenvierte muss sich deutlich steigern um bei der Spielvereinigung am Schetters Busch etwas Zählbares mitzunehmen. Von Uwe Worringer

"Rückschläge wird es immer wieder geben", hatte Josef Cherfi noch kurz vor dem verloren gegangenen Heimspiel gegen SW Essen angesichts der insgesamt positiven Entwicklung seiner Mannschaft gesagt. Dass eine tiefe sportliche Delle so schnell eintreten würde, damit hatte auch Fischelns Trainer sicher nicht gerechnet. Seine Mahnung im Vorfeld, dem Traditionsklub mit der gleichen Einstellung zu begegnen wie Spitzenteams, ging ins Leere. Das 0:3 war eine verdiente Quittung, wobei die Gäste zugegebenermaßen auch stärker auftraten als es die damalige Platzierung vermuten ließ. Ungeachtet der Frage nach der Einstellung wurde allerdings auch deutlich, dass Leistungsträger aktuell ab und an ersetzt werden können - aber eben nicht auf Dauer. Das fällt besonders ins Gewicht, wenn der eine oder andere sein Leistungsvermögen nicht abrufen kann und das Kollektiv dadurch an Qualität verliert. Ohne Kevin Breuer, das war unübersehbar, fehlt es an dynamischen Aktionen in der Offensive, um den Gegner nachhaltig unter Druck setzen zu können und zündende Ideen haben Seltenheitswert. David Machnik füllte diese Rolle bis zu seinem verletzungsbedingten Ausscheiden zwar gut aus, hatte aber diesbezüglich als aus der Tiefe agierender "Sechser" weniger Gestaltungsmöglichkeiten.

Mit einer ähnlichen Leistung wie am vergangenen Sonntag wird für den VfR morgen um 14.30 Uhr kein Blumentopf zu gewinnen sein. Denn die Grün-Weißen gastieren bei der Spvg. Schonnebeck, die seit dem letzten Wochenende nur noch zwei Punkte Rückstand auf den KFC hat und entsprechend motiviert sein dürfte, die drei Punkte am Schetters Busch zu behalten. Für die Krefelder spricht, dass sie sich in dieser Saison nach schwächeren Auftritten stets zu steigern wussten. Und rein statistisch spricht alles für eine spannende Auseinandersetzung, denn in diesem Verfolgerduell trifft die zweitbeste Heimelf auf das zweitbeste Auswärtsteam.

An den letzten Auftritt im Essener Stadtteil hat Co-Trainer Stephan Maas keine guten Erinnerungen: "Da haben wir beim 0:3 kein Land gesehen. In dieser Saison schätze ich Schonnebeck sogar stärker ein. Es ist kein Zufall, dass sie da oben stehen. Das ist eine Mannschaft, die fußballerisch gut ist, aber auch kämpfen kann. Wir sind gewarnt und brauchen eine Top-Leistung."

Ob Breuer aufläuft, entscheidet sich erst am Sonntag, nachdem der Kapitän aus dem Flieger gestiegen ist. Und ob Machnik wieder eingreifen kann, wusste Maas gestern noch nicht. Fraglich ist auch der Einsatz von Kevin Enke, der aufgrund einer Erkältung nur abgespeckt trainieren konnte. Mit seiner körperlichen und verbalen Präsenz täte er dem Defensivverbund auf jeden Fall gut. Maas sieht ohnehin in der Defensive Steigerungsbedarf: "Viele Gegentore fielen zu einfach. Wir haben oft Geschenke gemacht."

Quelle: RP
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