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Lokalsport
VfR Fischeln verspielt 2:0-Führung

Oberliga. Fußball: Die Cherfi-Auswahl verschenkt beim 2:2 in Ratingen einen Sieg. Rote Karte gegen Özkaya. Von Uwe Worringer

Fischelns Trainer Josef Cherfi wollte für eine positiven Jahresabschluss aus dem Gastspiel bei der Ratinger SpVgg. unbedingt etwas Zählbares mitnehmen. Das gelang auch, denn beim 2:2 (1:0) nahmen die Krefelder einen Punkt mit. Aber das war eigentlich zu wenig. Denn der VfR verspielte eine 2:0-Führung und musste am Ende sogar froh sein, nicht verloren zu haben. Und das ärgerte Cherfi: "Wir waren 80 Minuten lang klar die bessere und cleverere Mannschaft und haben einen klaren Sieg verschenkt, der verdient gewesen wäre. Aber wir haben nicht umsonst mit die meisten Gegentore. Das ist unser Problem."

Cherfi begann ohne Christos Pappas und Kevin Enke, die aus beruflichen Gründen nicht zeitig eintrafen. Aber das machte sich nicht negativ bemerkbar. Der VfR begann stark, diktierte die erste halbe Stunde, besaß durch Sven Kegel schnell die erste Torchance (10.) und ging wenig später nach Vorarbeit von Emre Özkaya durch Alexander Lipinski in Führung (18.). Von Ratingen war zunächst kaum etwas zu sehen. Erst in der Schlussphase der ersten Hälfte, nachdem die Gastgeber mit Carlos Penan einen zweiten Stürmer aufboten, kamen auch sie gefährlicher vor den VfR-Kasten.

Auch nach der Pause gehörten die besseren Szenen vorerst den Gästen. Dabei vergab Özkaya gegen Ratingens Keeper Dennis Raschka nach Doppelpass mit Kevin Breuer das mögliche 2:0 (48.). Nur fünf Minuten später sah Özkaya wegen Beleidigung eines Gegenspielers die Rote Karte (53.), und der VfR spielte fortan an Unterzahl. Das änderte aber nichts am Kräfteverhältnis. Die Krefelder blieben die aktivere Mannschaft und erhöhten durch Breuer auf 2:0 (71.). Erwähnenswert dabei die starke Vorarbeit von Simon Kuschel. Ratingen blieb dagegen in der Offensive weiterhin alles schuldig, traf allerdings auch auf ein starke VfR-Defensive, in der das Innenverteidigerpaar Jan Siebe und Philipp Reichardt herausragten.

Knackpunkt war, dass die Gäste mehr wollten, anstatt den Vorsprung über die Zeit zu bringen. Das spielte den Hausherren bei ihrer Schlussoffensive in die Karten. Denker (84.) und Nabil Jaouadi (89.) gelang so noch der Ausgleich. Und es hätte für die Grün-Weißen noch dicker kommen können. Denn in der Nachspielzeit verursachte Halil Özcelik einen umstrittenen Elfmeter. Fischelns Keeper bügelte das aber wieder aus und hielt den vom Topp-Torjäger Daniel Keita-Ruel getretenen Strafstoß.

Cherfi wurmte die Art, wie seine Mannschaft den Gegner aufbaute: "Wir hätten beinahe alles hergegeben. Das ärgert mich kolossal. Wir gehören sicher zu den spielstärksten Mannschaften, aber auch zu den verspieltesten."

Quelle: RP
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