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Lokalsport
VfR gibt sichere 3:0-Führung noch aus der Hand

Oberliga. Fußball: Fischeln lässt fahrlässig Chancen liegen und trennt sich vom VdS Nievenheim 3:3. Rote Karte für Lipinski. Von Uwe Worringer

Eigentlich sah der VfR Fischeln im Heimspiel gegen VdS Nievenheim schon wie der sichere Sieger aus. Doch in einer turbulenten zweiten Halbzeit gaben die Krefelder eine satte 3:0-Führung noch aus der Hand und mussten sich am Ende gegen den nie aufsteckenden Abstiegskandidaten mit einem 3:3 (1:0) begnügen. "Das ist eben der Unterschied zu den wirklich guten Mannschaften. Wir sind einfach noch nicht konstant genug", sagte Fischelns Trainer Josef Cherfi zu den verschenkten Punkten, nachdem er seine Sprache wieder fand. Neben dem sportlichen Dämpfer verschärfte sich möglicherweise die personelle Lage vor der anstehenden Englischen Woche: Alexander Lipinski sah "Rot" und Ömer Uzbay handelte sich wegen Meckerns die 5. Gelbe Karte ein. Kevin Breuer (Leiste) und Kevin Enke (Knieprobleme) schieden verletzt aus.

Die Begegnung selbst bescherte dem VfR einen Blitzstart, weil Patrick Wesoly ein Eigentor unterlief (4.). Fischelns setzte die Gäste weiter stark unter Druck, ließ aber nach einer Vierterstunde sichtbar nach. Vor allem im vorderen Drittel fehlte die Präzision, um einen weiteren Treffer nachlegen zu können. Und weil sich in der Defensive viele Nachlässigkeiten einschlichen, kam Nievenheim zusehends besser in die Partie. VfR-Keeper Halil Özelik vereitelte die beste Gäste-Chance durch Marvin Scholz (24.), so dass die 1:0-Pausenführung äußerst schmeichelhaft war.

Auch nach der Pause gelangen dem VfR frühe Treffer. Ibrahim Er wuchtete eine Ecke von Marcel Lüft ins Tor (47.) und Lüft verwertete eine Flanke von Simon Kuschel zum 3:0 (50.). Weitere Möglichkeiten ließ der VfR fahrlässig liegen und schließlich gab es eine Parallele zur ersten Hälfte. Nach dem Anschlusstreffer von Salvatire Franciamore (70.) verloren die Grün-Weißen den Faden und spielten ihre Konter schlecht zu Ende. Nievenheim witterte Morgenluft und kam durch einen von Lipinski verschuldeten Handelfmeter von Scholz auf 2:3 heran (87.). In Unterzahl begann nun das große Zittern. Nievenheim warf alles nach vorne, und profitierte schließlich von Özcelik, der einen gegnerischen Spieler anschoss. Scholz stand am Ende goldrichtig und traf den VfR ins Mark (90.).

Fischeln: Özcelik - Kuschel, Racka, Er, Enke (69. Lipinski) - Kegel, Durmus - Ergin (81. Kilic), Breuer (45. Lüft), Özkaya - Uzbay.

Quelle: RP
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