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Lokalsport
VfR muss Enke und Reichardt ersetzen

Oberliga. Fußball: Die Defensivspieler fehlen Fischeln im Heimspiel gegen den abstiegsbedrohten SV Hönnepel-Niedermörmter. Gegen kopfballstarke Gäste will Trainer Cherfi die Standards gering halten. Auch Kegel und Machnik fallen aus. Von Uwe Worringer

Mit dem 0:0 gegen den Tabellenvierten TuRU Düsseldorf legte der VfR Fischeln besonders angesichts der Fitness-Rückstandes einiger Leistungsträger einen ordentlichen Start hin. Mit 27 Punkten behauptete die Cherfi-Auswahl den achten Platz und vergrößerte den Vorsprung auf den ersten Abstiegsplatz auf acht Zähler. Dort befindet sich derzeit der SV Hönnepel-Niedermörmter, der morgen ab 15 Uhr an der Kölner Straße gastiert. Der Oberliga-Meister der Saison 2013/14 und Tabellenvierte der vergangenen Saison steht im Abstiegskampf mächtig unter Druck, denn der Rückstand auf das rettende Ufer beträgt vier Punkte. Die Auswahl von Trainer Georg Mewes dürfte daher alles in die Waagschale legen, um beim VfR etwas mitzunehmen. Das war am vergangenen Wochenende beim Wuppertaler SV auch der Fall, wo sich der SV "Hö-Nie" beim 0:3 recht lange erfolgreich wehrte, sich am Ende aber zu Recht dem Favoriten beugen musste.

Die ohnehin nicht mit Gardemaß ausgestatteten Gastgeber müssen morgen auf Kevin Enke verzichten. Der 29-Jährige, den es irgendwie immer wieder erwischt, zog sich gegen Düsseldorf eine Platzwunde zu die mit 13 Stichen genäht wurde. Außerdem erlitt Enke eine leichte Gehirnerschütterung und fällt insgesamt zwei Wochen aus. Das gilt auch für Philip Reichardt, den eine Knöchelprellung zum Pausieren zwingt. Verletzungsbedingt stehen Routinier Sven Kegel und David Machnik ebenfalls nicht zur Verfügung. Auch Klaas Kurzke ist angeschlagen, doch beim Neuzugang bestand zumindest gestern noch die Hoffnung, dass er rechtzeitig einsatzfähig sein wird.

Enkes Ausfall dürfte den kopfballstarken Gästen entgegen kommen. Trainer Josef Cherfi stimmt dahin gehend zu, will diese Personalie aber nicht zu hoch hängen: "Wir haben auch einige kopfballstarke Spieler. Aber sicher ist es so, dass wir die Anzahl an Standards gegen uns so gering halten wie möglich sollten." Den möglichen Nachteil in Sachen Lufthoheit kehrt Cherfi indes einfach um: "Wir müssen versuchen, den Ball zu 95 Prozent unten zu halten. Dann müssen sich die Großen um die Kleinen kümmern." Für die Offensive ist das ohnehin das bevorzugte Mittel, dass gegen die defensiv gut organisierte TuRU nicht so effektiv zur Geltung kam. Cherfi rechnet aber fest mit einer positiven Entwicklung: "Der Focus lag in den letzten Wochen auf der Defensive. In ein paar Wochen wird es auch in der Offensive wieder besser laufen."

Hö-Nie. tat sich auswärts bisher sehr schwer und kam in neun Spielen nur zu einem Sieg und einem Unentschieden. Diese Bilanz spielt für Cherfi keine Rolle: "Das wird ein heißer Tanz. Hö-Nie. will sicher nicht mit zwei Niederlagen starten. Das wird alles andere als ein Selbstläufer."

Quelle: RP
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