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Lokalsport
VfR-Trainer Cherfi: "Das wäre wie Weihnachten"

Oberliga. Fußball: Vor dem morgigen Gastspiel beim ETB SW Essen hofft Fischelns Coach auf die Rückkehr eines Quartetts. Von Uwe Worringer

"Zwei Mannschaften auf Augenhöhe", so schätzte Hö-Nie-Trainer Georg Mewes die Kräfteverhältnisse vor dem Nachholspiel des VfR Fischeln am vergangenen Mittwoch in Kalkar ein. Die Einschätzung seines Kollegen konnte VfR-Trainer Josef Cherfi nicht teilen: "Spätestens nach dem Blick auf die Aufstellung wird er seine Meinung geändert haben", mutmaßte Cherfi nach der 0:3-Niederlage mit einem Augenzwinkern. Speziell die Auswechselbank war gemeint. Denn dort warteten mit Jerome Vekens, Marvin Meyer und Troy Laruz Gonzalez gleich drei A-Jugendliche auf ihren Einsatz. Und mit Alexander Lipinski stand ein Nachwuchsspieler auf dem Platz. Genau da liegt der Unterschied zur Hinrunde, als Cherfi von der Bank neue Impulse setzen konnte. So weit sind die talentierten Youngster noch nicht. Sie müssten in einem konkurrenzfähigen Team punktuell an die Oberliga heran geführt werden. Doch das gibt die seit Wochen schwierige personelle Lage nicht her. Wenn obendrein Säulen wie Kevin Breuer und Kevin Enke ersetzt werden müssen (beide mussten in Hö-Nie vorzeitig vom Platz), schwinden dann die Erfolgsaussichten auf ein Minimum.

Mit ähnlichen Vorzeichen muss Cherfi wohl auch in den nächsten Wochen leben und irgendwie versuchen, den VfR über die Ziellinie zu bringen. Acht Spieltage liegen noch vor dem Aufsteiger, der sich immerhin in Sachen Abstiegsgefahr bei 13 Punkten Vorsprung eigentlich keine Sorgen mehr machen muss. Um auf der ganz sicheren Seite zu sein, muss aber noch der eine oder andere Punkt her. Den benötigt der nächste Gegner weitaus dringender, denn der VfR ist morgen um 15 Uhr am Uhlenkrug beim abstiegsgefährdeten ETB SW Essen zu Gast. Punktgleich mit dem SV Sonsbeck (beide 26) profitiert der Traditionsklub bei einem weniger ausgetragenen Spiel derzeit vom besseren Torverhältnis gegenüber dem SVS. Zieht man die Rückrundenbilanz als Messlatte heran, sind die Essener morgen favorisiert. Im Gegensatz zum VfR (sechs Punkte) sammelten die Schwarz-weißen bereits elf Zähler.

Cherfi hofft allerdings, dass vier Spieler zurück kehren. Sven Kegel hat seine Gelb-Rot-Sperre abgesessen, und Damian Raczka trainierte, wenn auch ohne große Belastung, wieder mit der Mannschaft. Insbesondere bei Marcel Lüft (Zerrung) und Emre Özkaya (Knieprobleme) sollte im gestrigen Training die Entscheidung über einen Einsatz fallen. "Das wäre wie Weihnachten", sagt Cherfi, "und wenn das so ist, wollen wir endlich wieder einen Dreier landen. Bei den jungen Spielern gab es keinen Anlass zur groben Kritik. Aber wir brauchen auch erfahrene Kräfte. Außerdem wäre es gut, für die Offensive wieder eine Alternative zu haben."

Quelle: RP
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