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Vierte Heimpleite für den VfR Fischeln

Lokalsport: Vierte Heimpleite für den VfR Fischeln
Beim Versuch, das dritte Gegentor zu verhindern, behalf sich Fischelns Torwart Halil Özcelik unfairer Mittel und sah dafür die Rote Karte. FOTO: Lammertz
Oberliga. Fußball: Der VfR setzt seine Schwäche gegen angeschlagene Gegner fort und unterliegt dem SC Kapellen-Erft mit 2:4. Dabei sprach Vieles für die Krefelder, die vor der Pause ein 0:2 wett machten. Halil Öczelik sieht obendrein "Rot". Von Uwe Worringer

Wer in dieser Saison beim VfR Fischeln antritt, der hat gute Karten, die Heimreise mit drei Punkten anzutreten. Das gilt offenbar insbesondere für angeschlagene Gegner. So wie der SC Kapellen-Erft, der nach sechs sieglosen Spielen mit 4:2 (2:2) an der Kölner Straße gewann. Für den VfR bedeutete das bereits die vierte Pleite in acht Heimspielen, in denen die Grün-Weißen nach dem gestrigen Spieltag mit 16 Gegentoren die zweitschlechteste Bilanz aufweisen. Und nicht zum ersten Mal machten sie es dem Gegner zu leicht zu Treffern zu kommen. Dass die Cherfi-Auswahl einen vermeidbaren 0:2-Rückstand noch vor der Pause wettmachte, sprach zu diesem Zeitpunkt für sie. Die Art und Weise, wie sie aber danach einen durchaus möglichen Sieg verspielte, sorgte nur für allgemeines Kopfschütteln. Trainer Josef Cherfi war nahezu sprachlos. Die Enttäuschung saß tief: "Ich dachte, wir wären weiter." Dass es die dritte Niederlage in Folge gab, liegt auch daran, dass der eine oder andere seiner Form hinterher läuft. Ein Ausfall ist kompensierbar. Beim VfR waren es gestern zu viele.

Die Schwächen der Gastgeber soll die Leistung der Gäste aber nicht schmälern. Sie spielten im Rahmen ihrer Möglichkeiten, attackierten jederzeit und zeigten sich vor dem Tor äußerst effektiv. Nach einem Ballverlust von Burak Akarca traf Frederik Leufgen von der Sechzehnerlinie unten links zum 0:1 (21.). Mit dem Treffer verlor der VfR jede Ordnung und wankte orientierungslos über den Platz. Das nutzte Andrej Hildenberg nach einem Patzer in der Innenverteidigung schnell zum 0:2 (23.). Erst allmählich fanden die Gastgeber wieder in die Spur, die vor dem Rückstand bei hohem Spieltempo drei erfolgversprechende Chancen vergaben. Nach einer Flanke von David Machnik erzielte Philipp Reichardt das wichtige 1:2 (38.), und Stefan Linser gelang in akrobatischer Manier nach einem Zuspiel von Kevin Breuer sogar der Ausgleich, mit dem es dann in die Pause ging.

Die Fischelner Tore zeigten Wirkung. Kapellen kam nach dem Seitzenwechsel zunächst kaum noch in die Offensive, während die Gastgeber den Versuch starteten, ihre spielerischen Mittel wieder in die Waagschale zu werfen. Mangelnde Präzision, falsche Entscheidungen, zu komplizierten Lösungen und die Unterlegenheit im Kopfballspiel sorgten aber immer wieder für einen Bruch. In einer Szene fehlte auch die Entschlossenheit, weil Akarca, Semih Ergin und Alexander Lipinski den Ball nacheinander binnen Sekunden aus Kurzdistanz nicht über die Linie brachten (55.).

Ein Fehlpass legte schließlich den Grundstein zum Gästesieg. Hildenberg tauchte frei vor Halil Özeclik auf und düpierte den Keeper mit einem Lupfer, den Akarca auf den Linie klärte. Özcelik leistete sich dabei aber ein Foul und sah dafür "Rot" (71.). Den fälligen Elfer von Talha Demir lenkte Simon Gerdts an die Lattenunterkante, und von dort landete die Kugel doch noch im Tor (74.). Trotz Unterzahl blieb die Hoffnung, zumindest noch ein Unentschieden zu retten. Ein Konter führte aber zum 2:4 durch Demir (87.), und die sechsminütige Nachspielzeit quälte letztlich alle Beteiligten.

Quelle: RP
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