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Lokalsport
Vorst hadert nach 27:27 mit den Schiedsrichtern

Verbandsliga. Handball: Zahlreiche diskussionswürdige Entscheidungen prägten das Gastspiel beim TSV Kaldenkirchen. Von Marcel Püttmanns

Der Auftritt in der so genannten "Hölle West" beim TSV Kaldenkirchen wurde für den TV Vorst am zweiten Spieltag zur Qual. Dies lag weniger an der tempoarmen Spielweise der Hausherren und dem Harzverbot in der Halle, als vielmehr an diskussionswürdigen Schiedsrichterentscheidungen. Rein sportlich mussten sich die Grün-Weißen beim 27:27 (13:15) zum zweiten Mal in Folge mit nur einem Zähler begnügen.

Wie in der vergangenen Woche gegen Wesel starteten die Vorster bescheiden in die Begegnung. Kaldenkirchen verstand es gut, das Tempo zu drosseln und so dem geplanten schnellen Umschaltspiel der Gäste entgegenzuwirken. "Natürlich hat Kaldenkirchen bewusst Fahrt aus der Partie genommen, allerdings wurden sie zu diesem destruktiven Auftreten fast schon eingeladen. Zeitspiel schien an diesem Abend aus dem Regelwerk verbannt worden zu sein. Teilweise durften sie bis zu zwei Minuten ohne zielgerichtete Aktion den Ball kreisen lassen", ärgerte sich Trainer Dirk Heghmanns.

Nichtsdestotrotz fanden die Grün-Weißen ab Mitte des ersten Durchgangs besser in die Begegnung und übernahmen nach dem zwischenzeitlichen 3:8 Rückstand das Kommando. Energisch drehten die Vorster nach dem Seitenwechsel die Partie und steuerten 15 Minuten vor dem Ende scheinbar souverän dem Auswärtssieg entgegen. Was dann folgte, dürfte noch lange Kopfschütteln bei den Verantwortlichen auslösen. Zahlreiche wenig nachvollziehbare Tatsachenentscheidungen sorgten für einen zerfahrenen Schlussakkord mit einer überschaubaren Spielerzahl auf dem Feld. Insbesondere zwei kuriose Szenen trieben den Vorstern die Zornesröte ins Gesicht. So wurden Andreas Bröxkes und Richard Kreilein unsanft am Tempogegenstoß gehindert und bekamen Stürmerfoul abgepfiffen. "Dafür fehlt mir jegliches Verständnis. Ich bin normalerweise niemand, der sich an solchen Diskussionen beteiligt, aber heute war es mehr als grenzwertig", sagte Heghmanns, ergänzte aber: "Selbstverständlich haben wir hier keinen Gala-Auftritt hingelegt, und wenn wir die Chancen besser nutzen, würde zumindest das Endresultat befriedigend ausfallen."

Vorst: Haas, Knetsch - Bröxkes (5), Sufryd (1), Imöhl, Nilles, Mertens (8), Stelzhammer, Dohmen (4), Schuffelen (4), Kreilein, Tötsches (5)

Quelle: RP
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