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Lokalsport
Vorst verpasst knapp den ersten Saisonsieg

Oberliga. Handball: Das 26:26 im Heimspiel gegen Mettmann-Sport hilft den Vorstern im Kampf am Tabellenende nur bedingt. Von Marcel Püttmanns

Was kommt dabei heraus, wenn zwei kampfstarke Teams aufeinandertreffen, die aktuell in der unteren Tabellenhälfte jeden Zähler dringend benötigen? Ein zwar nicht immer hochklassiges, aber jederzeit spannendes und intensives Oberliga-Match. Am Ende trennten sich der TV Vorst und Mettmann-Sport mit einem 26:26 (15:14) Unentschieden. Eine leistungsgerechte Punkteteilung, die bei beiden Mannschaften allerdings nicht das Höchstmaß an Glückseligkeit auslösen dürfte. Fast schon müßig zu erwähnen, dass die Vorster wieder einmal nah dran waren, den ersten glatten Sieg der Saison einzufahren. Angesichts eines Rückstandes eine Minute vor dem Ende hätte der hohe Aufwand andererseits auch gänzlich ohne etwas Zählbares enden können.

Schwungvoll starteten die Grün-Weißen in das Duell und überzeugten gerade in der Anfangsphase durch konzentrierte Abwehrarbeit. Hier machte sich vor allem das erneute Mitwirken der "Aushilfe" Lukas Schuffelen positiv bemerkbar. Der Routinier schuftete leidenschaftlich an vorderster Front in der offensiven Deckung und pushte seine Mitstreiter als emotionaler Anführer. "Lukas ist natürlich immer eine willkommene Unterstützung. Er kann ein wesentlicher Faktor in der Defensive sein", betont Trainer Ron Andrae.

Gegen die hochmotivierten Gastgeber agierte Mettmann zunächst fahrlässig und ein wenig orientierungslos. Die frühe 4:0-Führung der Vorster sah nach einem soliden Fundament für den ersten doppelten Punktgewinn der laufenden Spielzeit aus. In der Folge schafften es die Grün-Weißen allerdings nicht, dem angeschlagenen Kontrahenten weiter zuzusetzen. Die Gäste tasteten sich allmählich in die Begegnung, und fortan war es ein Vergleich auf absoluter Augenhöhe. Während die Abwehr der Hausherren weiterhin aufmerksam ihren Job verrichtete, fehlte in der Offensive in vielen Situationen die Durchschlagskraft. Die knappe Pausenführung war jedoch vollauf verdient. Nach dem Seitenwechsel bestachen die Gäste dann plötzlich mit beeindruckender Effizienz. Drei schnelle Treffer brachten die Vorster abrupt ins Hintertreffen (16:18). Anders als in der Vorwoche brachen die Grün-Weißen diesmal aber nicht ein. Ganz im Gegenteil, diesmal legte der Tabellenletzte in puncto Einsatzwillen noch eine Schippe drauf und erkämpfte sich bis zur Schlussphase einen Zwei-Tore-Vorsprung (24:22). "Da haben wir es verpasst, den Sack zuzumachen und stattdessen wieder den Ausgleich kassiert", haderte Andrae.

Betretenes Schweigen herrschte in der Rudi-Demers-Halle in der 57. Minute. Gäste-Keeper Kamil Bily sank urplötzlich benommen zu Boden. Dies schienen die Nachwirkungen eines unglücklichen Kopftreffers einige Momente zuvor gewesen zu sein. Nach kurzer Behandlungspause stand der Torhüter unter aufmunterndem Applaus wieder auf den Beinen. Sportlich ließ Mettmann nach diesem Schockmoment den Führungstreffer folgen (25:26), den die Vorster nervenstark mit dem letzten Angriff beantworteten. "Wir haben kämpferisch alles gegeben. Insgesamt geht die Punkteteilung in Ordnung", bilanzierte der Übungsleiter.

TV Vorst: Haas, Keusen - Bröxkes (12), Imoehl (2), Jurich (1), Mertens, Sufryd (3), Kreilein (3), T. Nilles (1), L. Schuffelen (4), J. Nilles, M. Schuffelen

Quelle: RP
 
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